Verdacht auf Straftat: Störung im Umspannwerk Bergheim
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 07:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wir gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsĂ€tzlichen Tat, einer Straftat, aus", sagte ein Sprecher der Polizei Essen auf Anfrage. Ursache und HintergrĂŒnde des Vorfalls im Rhein-Erft-Kreis seien noch unklar. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren.
Die Polizei war dem Sprecher zufolge am Dienstagabend gegen 20.00 Uhr wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk im Bergheimer Ortsteil Rheidt gerufen worden. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen. Zu einem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.
Amprion meldet AnlagenausfÀlle
Das Werk gehört zum Energieversorger Amprion, der den Vorfall bestĂ€tigte. "Im Umfeld der Amprion-Umspannanlage Rommerskirchen im Rheinland ist es am Dienstagabend zu einem Vorfall gekommen, der Auswirkungen auf den Betrieb von Kraftwerkszuleitungen hatte", heiĂ es am frĂŒhen Morgen. In der Folge sei es zu AnlagenausfĂ€llen bei der RWE DE0007037129 Power gekommen.
Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund betonte: "Die allgemeine Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt davon betroffen und die SystemstabilitÀt immer gewÀhrleistet." Expertinnen und Experten von Amprion arbeiteten mit den zustÀndigen Sicherheitsbehörden daran, den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklÀren und die Auswirkungen zu bewerten.
Die Polizei Essen tauscht sich dem Sprecher zufolge eng mit Amprion und dem Netzbetreiber RWE aus. "Wir als Polizei Essen fĂŒhren den Einsatz und die Ermittlungen, weil wir fĂŒr die FĂŒhrung derartiger EinsĂ€tze und Ermittlungslagen vorbereitet sind."
Mehrere AnschlÀge in der Vergangenheit
Erst am Dienstagmorgen hatten Unbekannte nahe dem Kohlekraftwerk JĂ€nschwalde in Brandenburg versucht, KurzschlĂŒsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen. In zwei FĂ€llen gelang dies nach Behördenangaben. Die Polizei ermittelt wegen Sabotage. In den vergangenen Monaten gab es weitere VorfĂ€lle an der Strominfrastruktur. So zĂŒndeten im Januar mutmaĂlich linksextreme TĂ€ter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im SĂŒdwesten Berlins an.
