Umstrukturierung, Arbeit

Berichte: GesprĂ€che ĂŒber Kauf von Galeria-Filialen

17.01.2024 - 15:43:56 | dpa.de

Vertreter von Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) fĂŒhren nach Medienberichten GesprĂ€che mit dem US-Kosmetikkonzern Coty beziehungsweise Unternehmern aus dessen Umfeld ĂŒber eine mögliche Übernahme von Filialen.

Der vorlÀufige Insolvenzverwalter von Galeria, Stefan Denkhaus, wollte dies am Mittwoch nicht bestÀtigen. "Es gibt mehr als zwei Interessenten. Mehr können wir dazu zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Eine Sprecherin von Coty sagte auf Nachfrage: "Wir können das nicht bestÀtigen."

Laut "Business Insider" will der US-amerikanische ParfĂŒm- und Kosmetik-Konzern rund 60 Galeria-Filialen ĂŒbernehmen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, interessiert sich der Unternehmer Bernd Beetz, frĂŒherer Coty-Chef und Ex-Aufsichtsrat von GKK, fĂŒr einen Kauf des angeschlagenen Kaufhauskonzerns. FĂŒr die Finanzierung wolle er die Unternehmerfamilie Reimann an Bord holen, die ĂŒber ihre Holding JAB die Mehrheit an Coty hĂ€lt. Eine Sprecherin der Familie Reimann dementierte die PlĂ€ne nach Angaben von "Bild". Beetz war fĂŒr eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Insolvenzverwalter Denkhaus betonte, zu Marktspekulationen Ă€ußere man sich nicht. Nach seinen Angaben berĂ€t der GlĂ€ubigerausschuss in dieser Woche ĂŒber den strukturierten Investorenprozess, anschließend sollen die Verhandlungen "zĂŒgig" beginnen.

Galeria hatte in der vergangenen Woche einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Essen gestellt. Es ist die dritte Insolvenz innerhalb von dreieinhalb Jahren. Das Unternehmen sucht einen neuen EigentĂŒmer. Laut Galeria-Chef Olivier van den Bossche ist es das Ziel, das Unternehmen als Ganzes zu erhalten. Um die Vorteile eines bundesweiten Warenhauskonzerns weiterhin aufrechterhalten zu können, mĂŒsse eine Mindestzahl an Standorten erhalten bleiben.

"30 HĂ€user, wie gelegentlich berichtet wird, sind dafĂŒr viel zu wenig. Damit könnten wir nicht mehr von GrĂ¶ĂŸenvorteilen profitieren, zum Beispiel in Verhandlungen mit Lieferanten", so van den Bossche. Bei mehr als 60 Filialen sei man bereits profitabel.

Wenn es um mögliche Investoren geht, fielen zwei die Namen von zwei Unternehmen zuletzt hĂ€ufiger. Eines davon ist die Central Group, die an verschiedenen LuxuswarenhĂ€usern wie dem Berliner KaDeWe beteiligt ist. Eine Anfrage an das thailĂ€ndische Handelsunternehmen blieb unbeantwortet. Bei der Droege Group, mit der es ebenfalls GesprĂ€che gegeben haben soll, hieß es zuletzt: "Wir beobachten kontinuierlich den Markt, auch die aktuelle Entwicklung bei GKK. DarĂŒber hinaus gibt es keine konkreten PlĂ€ne."

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