Vestas, Millionen

Vestas: 10 Millionen für TPI-Werk in Chennai

13.05.2026 - 02:40:12 | boerse-global.de

Vestas übernimmt Werke eines insolventen Zulieferers in Indien und Mexiko und schließt Kapitalmaßnahmen ab.

Vestas: 10 Millionen für TPI-Werk in Chennai - Foto: über boerse-global.de
Vestas: 10 Millionen für TPI-Werk in Chennai - Foto: über boerse-global.de

Vestas Wind Systems nutzt die finanzielle Schieflage eines Zulieferers für die eigene Expansion. Während der dänische Windkraftriese in Indien und Mexiko gezielt Fertigungskapazitäten zukauft, treibt das Management parallel dazu den internen Umbau voran.

Zukäufe in Indien und Mexiko

Der Konzern beabsichtigt, Produktionsanlagen von TPI Composites zu übernehmen. Der US-Spezialist für Rotorblätter befindet sich derzeit in einem Sanierungsverfahren nach dem US-Insolvenzrecht (Chapter 11). Für rund 10 Millionen US-Dollar sichert sich Vestas das Werk im indischen Chennai.

Hinzu kommt eine geplante Investition von etwa 14 Millionen US-Dollar in TPI-Einheiten in Mexiko. Diese Transaktionen stehen noch unter dem Vorbehalt gerichtlicher und regulatorischer Genehmigungen. Ein Abschluss wird bis Ende des zweiten Quartals 2026 angestrebt.

Kapitalstruktur und Umbaukosten

Das Unternehmen hat eine deutliche Reduzierung des Grundkapitals abgeschlossen. Wie im Frühjahr beschlossen, wurden 14,3 Millionen eigene Aktien eingezogen. Das neue Grundkapital beläuft sich nun auf rund 199 Millionen DKK.

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Dieses Kapital verteilt sich auf knapp 996 Millionen Anteilscheine mit einem Nennwert von je 0,20 DKK. Der operative Umbau hinterlässt derweil Spuren in der Bilanz. Bisher fielen Restrukturierungskosten in Höhe von 96 Millionen Euro an, die vor allem durch Abfindungen entstanden sind. CEO Henrik Andersen begründet diese Maßnahmen mit der notwendigen Skalierung des Offshore-Geschäfts sowie Anpassungen am Standort Lindø.

Skepsis am Markt

Innerhalb der Führungsebene kam es zuletzt zu Verkäufen. Anne Pearce, Vorständin für Personal und Kultur, veräußerte 9.166 Aktien zu einem Preis von 195 DKK. Das Transaktionsvolumen lag bei etwa 1,8 Millionen DKK.

An der Börse herrscht Zurückhaltung. Die Investmentbank Barclays bleibt bei ihrer Einstufung "Underweight" und sieht das Kursziel bei lediglich 80 DKK. Analyst Vlad Sergievskii verweist dabei auf die technischen Risiken bei der Installation großer Offshore-Turbinen.

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Trotz der finanziellen Belastungen investiert der Konzern weiter in neue Technologien. Das Projekt "Blade Circularity Solution" in Halmstad hat eine neue Testphase erreicht. Hierbei geht es um das chemische Recycling ausrangierter Rotorblätter—ein zentrales Nachhaltigkeitsthema für die gesamte Branche.

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