Viking, Therapeutics

Viking Therapeutics: 263% R&D-Anstieg im Q1

08.05.2026 - 09:45:50 | boerse-global.de

Viking Therapeutics meldet Nettoverlust von 158 Mio. Dollar, treibt aber Fettleibigkeits-Medikamente voran. Die liquiden Mittel reichen bis 2028.

Viking Therapeutics: 263% R&D-Anstieg im Q1 - Foto: über boerse-global.de
Viking Therapeutics: 263% R&D-Anstieg im Q1 - Foto: über boerse-global.de

Viking Therapeutics verbrennt rasant Geld. Der Biotech-Konzern treibt seine Medikamente gegen Fettleibigkeit massiv voran. Das treibt die Ausgaben in die Höhe. Anleger blicken deshalb genau auf die Kapitalreserven.

Im ersten Quartal 2026 meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von rund 158 Millionen US-Dollar. Die Entwicklungsausgaben sprangen um 263 Prozent nach oben. Das teure Phase-3-Programm treibt die Kosten.

Aktuell verfügt Viking über flüssige Mittel von 603 Millionen US-Dollar. Zum Jahreswechsel war das Polster noch deutlich dicker. Laut Management reicht das Geld bis ins Jahr 2028.

Zweigleisige Strategie im Milliardenmarkt

Der Markt fokussiert sich stark auf den Hoffnungsträger VK2735. Viking baut parallel dazu sein Portfolio aus. Das Unternehmen reichte einen Antrag für den neuen Amylin-Agonisten VK3019 ein. Erste klinische Tests starten im Frühjahr.

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Diese Strategie zielt auf Patienten ab, die Standardtherapien schlecht vertragen. Das Management strebt einen Marktanteil von fünf bis zehn Prozent an. Das ist ambitioniert im hart umkämpften Sektor für Abnehmspritzen.

Rechtsstreit und langer Atem

Trotz der Fortschritte braucht Viking einen langen Atem. Ergebnisse der wichtigen Phase-3-Studie für VK2735 folgen frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2027. Hinzu kommt juristischer Ärger.

Ligand Pharmaceuticals will Teile eines alten Lizenzvertrags kündigen. Dabei geht es um ein spezielles Schilddrüsen-Programm. Viking wehrt sich gegen diesen Vorwurf des Vertragsbruchs. Die Aktie reagierte am 7. Mai entsprechend volatil.

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Die nächsten Monate bringen wichtige Meilensteine. Im dritten Quartal präsentiert Viking neue Daten zur Erhaltungsdosis. Ende des Jahres soll dann eine Tablettenform in die entscheidende dritte Studienphase starten.

Der Konzern bereitet sich bereits auf den Vertrieb vor. Ein neuer Vertriebschef soll den Übergang vom reinen Forscher zum kommerziellen Anbieter steuern. Das Ziel: eine erfolgreiche Markteinführung noch in diesem Jahrzehnt.

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