Visual Reset: Blick in die Ferne steigert Konzentration
27.01.2026 - 19:09:12Der gezielte Blick in die Ferne wird zur Geheimwaffe gegen digitale Augenermüdung. Die einfache „Horizon-Viewing“-Methode entspannt die Augen und fördert die Konzentration – besonders in Phasen intensiver „Deep Work“.
Millionen verbringen ihren Arbeitstag vor Bildschirmen. Die Folge ist oft das „Office-Eye-Syndrom“ mit trockenen Augen, Kopfschmerzen und verschwommener Sicht. Eine bewährte Gegenmaßnahme rückt nun in den Fokus: der regelmäßige visuelle Reset durch den Blick in die Ferne. Experten sehen darin einen Schlüssel für nachhaltige Produktivität.
Stundenlanges Starren auf den Monitor zwingt die Augenmuskulatur in Daueranspannung. Der Ziliarmuskel, der für die Nahfokussierung zuständig ist, kann nicht entspannen. Gleichzeitig blinzeln wir vor dem Bildschirm seltener – die Augen trocknen aus. Arbeitsmediziner warnen: Unser Sehsinn ist evolutionär für den Wechsel zwischen Nah und Fern gemacht. Die permanente Nahfokussierung ist unnatürlich und anstrengend.
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So funktioniert die 20-20-20-Regel
Die effektivste Methode ist simpel: regelmäßig in die Ferne schauen. Als goldene Regel hat sich die 20-20-20-Regel etabliert:
* Alle 20 Minuten
* für 20 Sekunden
* auf ein Objekt in 20 Metern Entfernung blicken.
Dieser kurze Reset entspannt den Ziliarmuskel. Ideal ist ein Blick aus dem Fenster auf den Horizont oder ins Grüne. Schon diese Mini-Pause unterbricht den Teufelskreis der Augenermüdung.
Mehr Konzentration durch Augenpausen
Das Konzept des „Deep Work“ – also fokussierter, ablenkungsfreier Arbeit – gewinnt an Bedeutung. Doch digitale Augenermüdung untergräbt genau diese Konzentration. Visuelle Pausen sind deshalb kein Widerspruch zur tiefen Arbeit, sondern ihre Voraussetzung. Sie managen die kognitive Belastung und beugen Ermüdung vor, bevor sie den Arbeitsfluss stören.
Eine unterschätzte Gefahr der Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung erhöht die Bildschirmzeit stetig. Während Unternehmen in ergonomische Möbel investieren, bleibt die visuelle Ergonomie oft auf der Strecke. Dabei sind Methoden wie der visuelle Reset einfach umsetzbare Prävention. Sie kosten nichts und lassen sich leicht in jeden Arbeitsalltag integrieren – für langfristig leistungsfähige Augen.
Werden Tools uns künftig ans Pausemachen erinnern?
Die Zukunft könnte intelligente Lösungen bringen. Denkbar sind:
* System-Benachrichtigungen, die an die 20-20-20-Regel erinnern.
* Apps, die den Bildschirm für kurze Pausen sperren.
* KI-gestützte Sehhilfen für die digitale Welt.
Entscheidend wird jedoch die Unternehmenskultur sein. Regelmäßige Pausen müssen als Zeichen einer gesunden, nachhaltigen Produktivität gelten – und nicht als Ineffizienz. Der Blick zum Horizont wird so zum Symbol für Weitsicht im doppelten Sinne.


