Klingbeil verteidigt Atom-GesprÀche mit Frankreich
15.02.2026 - 14:47:24 | dpa.de"Wir haben vor ein paar Wochen gesagt, wenn Frankreich uns GesprĂ€che anbietet, dann sollten wir unter Freunden diese GesprĂ€che auch fĂŒhren", sagte Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur. "Was das Ergebnis ist, das werden wir dann sehen."
Keine deutschen Atomwaffen
Der SPD-Vorsitzende betonte allerdings auch, dass Deutschland am System der nuklearen Abschreckung der Nato festhalte und keine eigenen Atomwaffen anschaffen werde. "Deutschland ist in einem internationalen Regelwerk mit dem Nichtverbreitungsvertrag. Das gilt fĂŒr uns und da wird auch nicht dran gerĂŒttelt", sagte er. Der sogenannte Atomwaffensperrvertrag von 1970 sieht vor, dass nur die offiziellen AtommĂ€chte USA, Russland, GroĂbritannien, Frankreich und China Atomwaffen besitzen dĂŒrfen.
Angebot Macrons schon 2020
Der französische PrĂ€sident Emmanuel Macron hatte den EuropĂ€ern bereits im Jahr 2020 eine stĂ€rkere Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung auf Basis der französischen Atomwaffen angeboten. Die damalige Kanzlerin Angela (CDU) Merkel und ihr Nachfolger Olaf Scholz (SPD) hatten das skeptisch gesehen. Merz geht nun auf das Angebot ein. In seiner Rede auf der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz sagte er, dass er vertrauliche GesprĂ€che mit Macron darĂŒber fĂŒhre.
Pistorius "eher zurĂŒckhaltend"
Verteidigungsminister und SPD-Parteifreund von Klingbeil, Boris Pistorius, Ă€uĂerte sich allerdings skeptisch dazu. "Warum sollten wir als EuropĂ€er ein Interesse haben, diese nukleare Abschreckung, die durch die Amerikaner gewĂ€hrleistet ist und zu bleiben scheint, dass wir die infrage stellen durch andere AktivitĂ€ten", sagte der SPD-Politiker am Freitag. Er warnte vor Doppelstrukturen und DoppelbemĂŒhungen, "die am Ende nicht zu einem doppelten Ergebnis fĂŒhren", wie er sagte. Und: "Von daher bin ich da eher zurĂŒckhaltend."
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