E-Auto-Fertigung in Sachsen ruht - VW hofft auf Autogipfel
08.10.2025 - 15:07:44 | dpa.de"Wir haben groĂe Erwartungen an den Autogipfel, sich dem Thema E-MobilitĂ€t mit Nachdruck zu widmen", sagte ein VW DE0007664039-Sprecher in Sachsen. Ziel mĂŒsse es sein, dass Elektroautos "vom Kunden liebgewonnen werden". Die Fahrzeuge selbst seien ausgereift, nun gehe es um die Unterhaltskosten.
Der Sprecher nannte als zentrale Punkte eine fortgesetzte Kfz-Steuerbefreiung fĂŒr E-Autos und einen Ladestrompreis unter 50 Cent pro Kilowattstunde. "DarĂŒber muss die Politik diskutieren", sagte er.
Stillstand auf dem Band - VW pausiert E-Auto-Produktion
Hintergrund sind Produktionspausen in den VW-Werken Zwickau und Dresden, wo die BĂ€nder in dieser Woche wegen schwĂ€cherer Nachfrage nach Elektroautos stillstehen. Nach Angaben des Unternehmens nutzt VW die Zeit fĂŒr Schulungen, Wartungsarbeiten und den Abbau von Ăberstunden. Beide Standorte gelten als zentrale Pfeiler der Elektrostrategie des Konzerns.
Ostdeutschland als Treiber der Elektroproduktion
Auch Jens Katzek, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Automotive Cluster Ostdeutschland, sieht die Branche im Umbruch. Seinen Angaben zufolge kamen im vergangenen Jahr rund zwei Drittel der in Deutschland produzierten Elektroautos aus ostdeutschen Werken. "Wir sind auf einem guten Weg, die ElektromobilitĂ€t ist lĂ€ngst RealitĂ€t", sagte Katzek. Es brauche nun VerlĂ€sslichkeit statt immer neuer Zielmarken. "Lasst uns den Weg weiter forcieren, aber ohne diesen Zahlenfetischismus beim Jahr 2035", sagte er. Unternehmen brĂ€uchten Planungssicherheit, nicht Strafandrohungen, wenn die Verbraucher noch zögerten.
Politischer Kursstreit: 2035 als Zankapfel
Vor dem Autogipfel hatten SPD-Spitzen wie Parteichefin BĂ€rbel Bas und Fraktionschef Matthias Miersch bekrĂ€ftigt, am Aus fĂŒr neue Verbrenner ab 2035 festhalten zu wollen. CDU-Chef Friedrich Merz fordert dagegen, das Verbot zu kippen und auf "Technologieoffenheit" zu setzen.
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