Söder, Verbrenner-Aus

Söder fordert 'klares Aus fĂŒr das Verbrenner-Aus'

07.10.2025 - 15:49:17 | dpa.de

Vor dem "Autogipfel" bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag besteht CSU-Chef Markus Söder auf der Forderung, das in der EU geplante Verbot neuer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ab 2035 zu kippen.

Nötig sei "eine Abkehr von den ideologischen Regularien, die wir in BrĂŒssel haben. Deswegen braucht es ein klares Aus fĂŒr das Verbrenner-Aus", sagte der bayerische MinisterprĂ€sident in MĂŒnchen. "Dies ist technologisch wichtig, dies ist ökonomisch wichtig. Ich glaube sogar am Ende demokratisch, weil es eine FĂŒlle von Menschen gibt, die sich das genau so wĂŒnschen."

Söder drÀngt bei dem Spitzentreffen bei Merz auch auf Entscheidungen. Es brauche "nicht wieder ein KaffeekrÀnzchen", es brauche nicht wieder nur einen Austausch der Positionen, sondern Entscheidungen, forderte der CSU-Chef.

Söder: Kein Klimaschutz auf Kosten der Industrie

Auch in Bayern setze man auf die Förderung der ElektromobilitĂ€t. "Aber all die ganzen ideologischen Schleifen zum hundertsten Mal zu drehen, wie wir es dieser Tage immer wieder erleben, sind falsch. Es braucht eine andere Anpassung an die RealitĂ€t, Technologieoffenheit. Die CO2-Ziele werden 2035 fĂŒr das Auto nicht erreichbar sein", argumentierte Söder.

Sonst werde es am Ende zu einem großen Verlust von ArbeitsplĂ€tzen kommen. "Klimaschutz ist uns wichtig, aber Klimaschutz zulasten der Industrie, Klimaschutz auf Kosten der Industrie, Klimaschutz gegen ArbeitsplĂ€tze wird am Ende nichts bringen."

Merz hatte sich zuvor ebenfalls erneut fĂŒr eine Abschaffung des Verbots neuer Verbrenner-Autos in der EU ab 2035 ausgesprochen. "Meine klare Vorstellung ist, dass wir dieses sogenannte Verbrennerverbot in der Form nicht aufrechterhalten", sagte er im ntv-Talk "Pinar Atalay". Es gehe um Technologieoffenheit. "Ich möchte nicht, dass Deutschland zu den LĂ€ndern gehört, die an diesem falschen Verbot festhalten." Das Thema sei aber in der Koalition noch nicht ausdiskutiert. Die SPD will am Verbrenner-Aus festhalten.

An dem Treffen am Donnerstag im Kanzleramt zur Lage der Autobranche nehmen mehrere Bundesminister und Vertreter von BundeslÀndern und der Autoindustrie sowie von Gewerkschaften teil. Die Autobranche hat mit einer Absatzflaute, Konkurrenz aus China und dem Wandel zur E-MobilitÀt zu kÀmpfen. Dazu kommt der Zollstreit mit den USA. Viele Unternehmen fahren einen Sparkurs und bauen Stellen ab.

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