Ergebnisse, Produktion/Absatz

CDA-Chef Radtke fordert europÀischen Stahlgipfel

05.12.2024 - 06:38:28

Vor dem Hintergrund der Thyssenkrupp DE0007500001-Steel-Krise hat der Chef des CDU-SozialflĂŒgels CDA, Dennis Radtke, seine Forderung nach einem europĂ€ischen Stahlgipfel erneuert.

"Wir brauchen jetzt endlich einen europĂ€ischen Stahlgipfel. Einen Gipfel mit klaren Verabredungen, wann wer welche konkrete Maßnahme umsetzt", sagte Radtke der "Rheinischen Post" (Donnerstag).

Die ArbeitsplĂ€tze stĂŒnden aktuell auch durch Unterlassung aus Berlin und BrĂŒssel im Feuer. "Wir dĂŒrfen uns nicht wundern, dass die Menschen das Vertrauen in Politik verlieren, wenn auf eine solch fundamentale Krise keine Antwort folgt. Wir verlieren die Arbeiter an Radikale und Populisten, weil die Menschen sich im Kampf um ihre Existenzen allein fĂŒhlen", so Radtke weiter.

Zu dem Gipfel sollten laut CDA neben Kommissions-PrÀsidentin Ursula von der Leyen Minister aus den Stahl-Mitgliedstaaten, die Chefs der Stahl-Unternehmen sowie Gewerkschaften eingeladen werden. Der Gipfel sollte Ende Januar oder Anfang Februar stattfinden.

Laut Radtke steckt die europĂ€ische Stahlindustrie in einer historischen Krise, wie er am 24. Oktober auf Instagram mitteilte. "Um unsere wirtschaftliche UnabhĂ€ngigkeit und Resilienz vor Autokraten zu erhalten, braucht es deshalb einen europĂ€ischen Stahlgipfel. Wir mĂŒssen mit schnelleren Genehmigungsverfahren, Steueranreizen und schnellen Förderentscheidungen dafĂŒr sorgen, dass unsere Industrie wettbewerbsfĂ€hig bleibt", so Radtke damals.

Die defizitĂ€re Thyssenkrupp-Stahlsparte will im Zuge eines KapazitĂ€tsabbaus 5000 Stellen streichen. Weitere 6000 ArbeitsplĂ€tze will das Unternehmen auslagern. Auch ein Standort soll geschlossen werden. Aktuell beschĂ€ftigt Deutschlands grĂ¶ĂŸter Stahlhersteller noch 27.000 Menschen.

@ dpa.de | DE0007500001 ERGEBNISSE