Produktion/Absatz, Arbeit

Kabinengewerkschaft Ufo zÀhlt Urabstimmung zu Lufthansa-Streik aus

06.03.2024 - 05:49:05

Vor dem nÀchsten Warnstreik des Lufthansa DE0008232125-Bodenpersonals werden im Konzern auch ArbeitskÀmpfe einer anderen BeschÀftigtengruppe wahrscheinlicher.

Rund 19 000 Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen der Lufthansa-Kernmarke sowie der Tochter Lufthansa Cityline sind bis diesen Mittwochmittag aufgerufen, in Urabstimmungen ĂŒber mögliche Streiks zu entscheiden. In Kreisen der Gewerkschaft Ufo wird fest mit einem zustimmenden Votum gerechnet. Konkrete Termine fĂŒr Arbeitsniederlegungen sind zunĂ€chst nicht zu erwarten.

UnabhĂ€ngig davon hat die Gewerkschaft Verdi die BeschĂ€ftigten in den Lufthansa-Bereichen Technik, Logistik und Training ab Mittwochabend, 20.00 Uhr, zu einem Warnstreik aufgerufen. Alle anderen Angehörigen des Bodenpersonals sollen sich dem Ausstand am Donnerstag um 4.00 Uhr anschließen. Der Warnstreik endet fĂŒr alle Teilnehmer am Samstag um 7.10 Uhr.

In den getrennten Flugbegleiter-Tarifverhandlungen fĂŒr die Muttergesellschaft und die Regio-Tochter Cityline hatte die Gewerkschaft die jeweiligen Angebote als unzureichend abgelehnt. Vor dem Hintergrund hoher Kaufkraftverluste durch die Inflation schauen die Arbeitnehmer auf die wieder stark gestiegenen Gewinne, die Konzernchef Carsten Spohr an diesem Donnerstag (7. MĂ€rz) fĂŒr das zurĂŒckliegende GeschĂ€ftsjahr 2023 prĂ€sentieren will.

FĂŒr die rund 18 000 KabinenbeschĂ€ftigten der Lufthansa und die knapp 1000 KrĂ€fte der Cityline fordert Ufo im Kern 15 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 18 Monaten. Außerdem will die Gewerkschaft eine InflationsausgleichsprĂ€mie von 3000 Euro sowie höhere Zulagen erreichen.

@ dpa.de | DE0008232125 PRODUKTION/ABSATZ