Handelsschiff, Roten

Handelsschiff im Roten Meer angegriffen

06.07.2025 - 20:29:35

Vor der KĂŒste des Jemen haben Angreifer auf Kleinbooten ein Handelsschiff mit PanzerfĂ€usten und anderen Waffen attackiert.

SicherheitskrĂ€fte hĂ€tten das Feuer erwidert, teilte die fĂŒr Sicherheit der Handelsschifffahrt zustĂ€ndige britische Behörde UKMTO mit. Schiffe wurden aufgefordert, die Gegend vorsichtig zu befahren. Berichte ĂŒber Opfer gab es zunĂ€chst nicht.

SpÀter meldete der britische Sicherheitsdienstleister Ambrey, er habe Informationen erhalten, wonach Wasser in das Schiff eindringe und die Besatzung sich vorbereite, es zu verlassen.

Verdacht richtet sich gegen die Huthi-Miliz

Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunĂ€chst unklar. Der Verdacht richtete sich jedoch auf die vom Iran unterstĂŒtzte Huthi-Miliz, die nach Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 Schiffe im Roten Meer angegriffen hatte - angeblich um die PalĂ€stinenser zu unterstĂŒtzen. Ambrey zufolge fĂ€llt das angegriffene Schiff ins Schema der von der Huthi-Miliz ins Visier genommenen Opfer.

Nach schweren Luftangriffen der USA im Jemen hatten die Huthi im Mai eigentlich einer Waffenruhe zugestimmt. GrĂ¶ĂŸere ZwischenfĂ€lle gab es seitdem nicht. Die US-Angriffe im Iran im Juni könnten die Miliz aber dazu bewogen haben, ihrerseits die Angriffe im Roten Meer wieder aufzunehmen. Von den Huthi gab es zunĂ€chst keine ErklĂ€rung zu dem Vorfall.

Durch den Golf von Aden und das Rote Meer fĂŒhrt eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten fĂŒr den Welthandel. Viele Reedereien meiden weiterhin die Route wegen der Gefahr durch Huthi-Angriffe, bei der teils Crewmitglieder getötet oder verletzt und Schiffe beschĂ€digt oder sogar versenkt wurden. Die Angriffe haben massive Auswirkungen auf den Schiffshandel und haben wirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe verursacht.

@ dpa.de