Ausbeutung, Weinbauregion

Ausbeutung in Weinbauregion Champagne - Urteil erwartet

21.07.2025 - 05:50:03 | dpa.de

Vor einem Gericht in der französischen Weinbauregion Champagne wird am Montag (14.00 Uhr) das Urteil in einem Prozess um die Ausbeutung auslÀndischer Erntehelfer erwartet.

Wegen Menschenhandels sowie der Förderung und Inanspruchnahme von Schwarzarbeit stehen eine Vermittlungsfirma fĂŒr Agrarhelfer, deren GeschĂ€ftsfĂŒhrerin, zwei Anwerber und ein Weinbauunternehmen vor dem Landgericht in ChĂąlons-en-Champagne.

Die Anklage hat Haftstrafen fĂŒr die Beteiligten und eine hohe Geldbuße fĂŒr das Unternehmen gefordert. Französische Medien sprechen von der "Weinlese der Schande".

Gesundheit und WĂŒrde der Erntehelfer gefĂ€hrdet

Bei Kontrollen im September 2023 wurden 57 zumeist afrikanische Erntehelfer ohne Aufenthaltspapiere und Arbeitserlaubnis in einem menschenunwĂŒrdigen Quartier angetroffen. Die Arbeiter sollen zu langen EinsĂ€tzen mit wenig Essen und Trinken bei hohen Temperaturen gezwungen worden sein und die versprochene Bezahlung nicht erhalten haben. Von "Lebens- und Unterbringungsbedingungen, die die Sicherheit, Gesundheit und WĂŒrde der Bewohner ernsthaft gefĂ€hrden", sprach spĂ€ter die Staatsanwaltschaft.

Gewerkschaften und SozialverbĂ€nde beklagen, dass es sich nicht um EinzelfĂ€lle handelt. Bereits 2018 wurden Ă€hnliche MissstĂ€nde beim Einsatz von 125 auslĂ€ndischen Erntehelfer bei der Weinlese fĂŒr die Herstellung des edlen Champagners aufgedeckt. Ein Gericht in Reims verhĂ€ngte 2022 Haft- und Geldstrafen gegen die Verantwortlichen.

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