Warnungen, Produkten

Tausende Warnungen vor gefÀhrlichen Produkten - viele davon Kosmetika

14.03.2024 - 16:48:33

Vor gefÀhrlichen Kosmetikprodukten haben nationale Behörden in der EU und anderen europÀischen Staaten im vergangenen Jahr mehr als Tausend Mal gewarnt.

Gemessen an der Gesamtzahl der Warnungen ĂŒber das europĂ€ische System "Safety Gate" habe sich der Anteil von bedenklichen Kosmetika im Vergleich zum Jahr 2022 mehr als verdreifacht, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. WĂ€hrend 2022 10 Prozent der gemeldeten, gefĂ€hrlichen Produkte aus dem Bereich der Kosmetik stammten, seien es 2023 mehr als 30 Prozent.

Besonders der Stoff BMHCA habe damit zu tun, so die Kommission. Der synthetische Duftstoff darf seit MÀrz 2022 nicht mehr in Kosmetikprodukten vorkommen. BMHCA kann der Kommission zufolge Hautreizungen auslösen und die Fruchtbarkeit beeintrÀchtigen. Den Angaben nach war der Duftstoff in vielen der gemeldeten Produkte enthalten.

3412 Warnungen meldeten die Behörden der 30 teilnehmenden europĂ€ischen Staaten vergangenes Jahr. Seit dem Start des Warnsystems 2003 ist das die mit Abstand höchste Anzahl von jĂ€hrlichen Meldungen. 2022 verzeichnete das System beispielsweise 2117 Meldungen. 461 Warnungen im Jahr 2023 kamen aus Deutschland, davon betrafen weniger als fĂŒnf Prozent Kosmetika. Die meisten deutschen Meldungen wurden wegen Kraftfahrzeugen eingereicht.

Die teilnehmenden Staaten und die EU-Kommission können sich ĂŒber das Warnsystem austauschen und schnell ĂŒberprĂŒfen, ob gefĂ€hrliche Produkte auch auf ihrem Markt erhĂ€ltlich sind. Gegebenenfalls können dann Maßnahmen wie RĂŒckrufe eingeleitet werden. Die Warnungen sind fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger auf der Website von "Safety Gate" einsehbar.

@ dpa.de