Wahlkrimi, Schweden

Wahlkrimi ohne Ende: Wer kann Schweden regieren?

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 05:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Schweden hat gewÀhlt - aber noch lange keine Regierung.

Aus der Parlamentswahl gehen die Sozialdemokraten von Ex-Regierungschefin Magdalena Andersson zwar wohl als stĂ€rkste Kraft hervor, wie die Wahlbehörde am frĂŒhen Morgen nach AuszĂ€hlung von 93 Prozent der Stimmen bekannt gab. Noch ist aber unklar, ob Anderssons mögliches Mitte-Links-BĂŒndnis mit drei weiteren Parteien die Mehrheit im Parlament erringen kann.

Die potenziellen Regierungspartner der Sozialdemokraten sind sich außerdem in entscheidenden Punkten uneins. Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson hat deshalb noch eine Chance, an der Macht zu bleiben, dann in einer Koalition - unter anderem - mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten.

Am frĂŒhen Morgen sah die Wahlbehörde das Lager von Andersson bei einer knappen Mehrheit von 176 der 349 Sitze im Parlament. Kristerssons Konservative, seine beiden bisherigen Koalitionspartner und die Rechtspopulisten kamen gemeinsam auf 173 Mandate. Ein klarer Wahlsieger könnte aufgrund des engen Rennens erst am Mittwoch feststehen, wenn die letzten Stimmen von Schwedinnen und Schweden aus dem Ausland und spĂ€t abgegebene Briefwahlstimmen ausgezĂ€hlt worden sind.

Nach AuszĂ€hlung von 93 Prozent der Stimmen kamen Anderssons Sozialdemokraten auf 28,1 Prozent der Stimmen - im Vergleich zu 2022 wĂ€re das ein RĂŒckgang (30,33 Prozent). Kristerssons Konservative folgten mit 19,9 Prozent (2022: 19,10 Prozent). Sollte sich das Ergebnis bestĂ€tigen, hĂ€tten sie die Rechtspopulisten damit als zweitstĂ€rkste Kraft im Parlament nach 2022 wieder ĂŒberholt.

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