Wahnsinn um William Kentridge: Warum seine dĂĽsteren Zeichnungen jetzt Millionen bringen
05.02.2026 - 00:18:39Alle reden über William Kentridge – aber checkst du, was da eigentlich passiert?
Schwarz-weiße Zeichnungen, die sich in Animationen verwandeln. Opern auf Riesenleinwänden. Politische Stories, die sich wie ein Fiebertraum anfühlen.
Genialer Kunst-Hype oder nur Feuilleton-Liebling? Wenn du denkst, Zeichenkunst sei trocken, macht Kentridge dir in wenigen Sekunden klar: Nope.
Das Netz staunt: William Kentridge auf TikTok & Co.
Auf Social Media taucht Kentridge immer wieder auf, wenn es um richtig atmosphärische Kunstvideos geht: wabernde Kohlelinien, die sich auflösen und neu zusammensetzen, dazu Sound, der wie ein Albtraum zwischen Geschichte und Gegenwart klingt.
Sein Style: düster, analog, maximal filmreif. Keine bunten Candy-Colours, sondern Charcoal-Drama. Skizzen, die aussehen, als würden sie gleich wieder gelöscht. Genau das macht ihn so Instagrammable – diese Bilder wirken wie Standbilder aus einem Arthouse-Film.
Kunst-Nerds feiern ihn als Mastermind des Animationsfilms, andere schreiben drunter: "Das ist doch nur Gekritzel" oder "Das kann doch ein Kind". Aber dann siehst du die Preise im Auktionshaus – und die Kommentare werden ganz schnell sehr leise.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
William Kentridge ist seit Jahren ein Museums-Liebling, aber seine Arbeiten knallen auch für alle, die einfach nur starke Bilder wollen. Drei Must-See-Pieces, die du kennen solltest:
- "Drawings for Projection" (Animations-Serie)
Diese Reihe von Kurzfilmen hat Kentridge weltberühmt gemacht. Er zeichnet mit Kohle auf Papier, filmt die Zeichnung, radiert Teile weg, zeichnet weiter – Frame für Frame. So entstehen melancholische Stories über Macht, Kapitalismus, Apartheid und Alltag in Südafrika. Optisch: Ultra-cinematisch, wie Moving Sketchbooks, perfekt für Clips und Reels. - "The Refusal of Time" (Installation)
Eine riesige, immersive Installation mit Projektionen, Zeichnungen, Objekten, Sound – du stehst mitten in einem Zeitraum-Chaos. Thema: Wie wir Zeit kontrollieren wollen und sie uns trotzdem durch die Finger gleitet. Dieses Werk wurde international zum Ausstellungs-Magneten und taucht in unzähligen Insta-Stories auf, wenn es gezeigt wird. - Opern- und Theaterarbeiten (z.B. für "Wozzeck", "Lulu" u.a.)
Kentridge inszeniert auch auf den großen Bühnen. Er mischt Zeichnungen, Projektionen, Live-Performance. Das ist nicht nur was für Klassik-Fans – seine Bühnenbilder wirken wie lebendige Graphic Novels. Besonders spannend: Wenn Mitschnitte oder Ausschnitte online landen, gehen diese Clips gerne als viraler Hit durch die Feeds von Theater- und Kunstaccounts.
Skandale im Sinne von "Shitstorm"? Eher selten. Kentridge ist politisch, aber extrem reflektiert. Seine Kunst greift Themen wie Apartheid, Kolonialismus, Gewalt und Ungleichheit auf – emotional, aber nicht plakativ. Das Netz diskutiert: Darf Kunst so "schwer" sein – und trotzdem so teuer?
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Wenn es um den Markt geht, spielt William Kentridge ganz klar in der Blue-Chip-Liga. Seine Werke tauchen regelmäßig bei den großen Auktionshäusern auf und erzielen Millionen-Hammer.
Laut öffentlich zugänglichen Auktionsdaten (z.B. Christie's, Sotheby's, Artnet) gehören seine teuersten Stücke zu großformatigen Arbeiten und wichtigen Animationszeichnungen. Mehrere Werke von Kentridge haben bei Auktionen Preise im hohen sechsstelligen bis siebenstelligen Bereich in US-Dollar erreicht. Ein Rekord für einen der begehrten Animations-Zyklen liegt im Bereich von rund einer Million Dollar – je nach Werk, Datierung und Provenienz.
Das heißt für dich: Kentridge ist kein "Geheimtipp", sondern etablierter Investment-Artist. Seine Kunst läuft seit Jahren stabil durch den Sekundärmarkt, mit klarer Nachfrage aus Museen, Institutionen und vermögenden Privatsammler:innen weltweit.
Sein Weg dahin war allerdings keine Overnight-Sensation:
- Geboren in Johannesburg, aufgewachsen im Schatten der Apartheid. Diese Erfahrung prägt seine ganze Bildwelt.
- Er studierte u.a. in Südafrika und an einer Schauspielschule in Paris, arbeitete zuerst viel im Theater, bevor seine Zeichentrick-Filme ihn international bekannt machten.
- Seit den 1990ern werden seine Arbeiten auf den großen Biennalen und in Top-Museen weltweit gezeigt. Heute gilt er als einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler Südafrikas überhaupt.
Für junge Sammler:innen sind die großen Einzelwerke natürlich kaum erreichbar. Aber: Auf dem Markt kursieren auch Druckgrafiken, Editionen und kleinere Arbeiten, die preislich deutlich niedriger liegen und Kentridge trotzdem ins eigene Portfolio holen.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Kentridge ist ein klassischer Museums- und Biennale-Star: internationale Institutionen reißen sich um seine Ausstellungen. Sein Programm ändert sich laufend, neue Shows tauchen regelmäßig in Metropolen wie London, Paris, New York, Berlin oder Kapstadt auf.
Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die sich eindeutig und verifiziert für den Moment zuordnen lassen, ohne auf tagesaktuelle Museumsseiten zu verweisen. Viele Häuser führen ihn jedoch dauerhaft in ihren Sammlungen, seine Arbeiten werden also immer wieder in Group Shows und Sammlungs-Präsentationen gezeigt.
Wenn du wirklich wissen willst, wo du ihn jetzt live sehen kannst, lohnt sich ein Check dieser Quellen:
- Galerie Marian Goodman: William Kentridge – hier findest du Infos zu aktuellen und vergangenen Ausstellungen, Projekten und verfügbaren Werken.
- Offizielle Website von William Kentridge – hier gibt es in der Regel News, laufende Projekte, Festival-Teilnahmen und große Museumsshows.
Tipp für dein Kultur-Game: Viele Institutionen posten Ausstellungsaufbau, Führungen und Ausschnitte seiner Installationen auf Insta, TikTok & Co. Wenn ein neues Kentridge-Projekt startet, merkst du es oft zuerst in deinen Feeds.
Warum alle von seinem Style reden
Was macht Kentridge so besonders? Er ist einer der wenigen Künstler, die das Handgezeichnete nicht nostalgisch, sondern radikal zeitgemäß nutzen.
Statt glatter 3D-Animation setzt er auf unperfekte Kohlespuren, Radierspuren, Flecken. Du siehst den Prozess, die Fehler, das Zögern. Jede Zeichnung wirkt wie ein Gedanke, der sich vor deinen Augen formt, verwirft, neu startet.
Dazu kommen seine Themen: Macht, Trauma, Geschichte, Erinnerung. Vieles bezieht sich auf Südafrika, aber die Bilder funktionieren global, weil sie Fragen stellen, die überall brennen: Wer hat das Sagen? Wer erzählt die Geschichte? Was bleibt, wenn alles zusammenbricht?
Genau deshalb landen seine Clips immer wieder in Politik-, Kunst- und Education-Tok. Man kann seine Arbeiten als "schwere Kost" lesen – oder einfach als visuell krasse, melancholische Traumsequenzen, die im Kopf bleiben.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du auf bunte, easy-to-like Pop-Art hoffst, ist William Kentridge nichts für dein Wohnzimmer. Wenn du aber Lust hast auf Kunst, die filmisch, tief und trotzdem maximal visuell ist, dann ist er ein absoluter Must-See-Artist.
Sein Markt ist stabil, seine Rekordpreise sprechen klar für Blue-Chip-Status, und in Museen gehört er längst zur Liga der Großen. Gleichzeitig sind seine Arbeiten nah dran am Zeitgeist: analog gemacht, aber perfekt für digitale Feeds.
Ob du nur ein paar Clips auf TikTok schauen, dir eine Ausstellung reinziehen oder irgendwann selbst in eine Edition investieren willst – William Kentridge ist einer dieser Namen, den du dir als Art-Fan der TikTok-Generation merken solltest.
Genial oder überhyped? Schau dir die Videos an, check die Preise – und entscheide selbst.


