Warken will Online-Krankschreibungen ohne Arztkontakt stoppen
Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 06:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Niemand muss bei Krankheit zwingend in die Arztpraxis", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es sei zwar das Ende der telefonischen Krankschreibung vereinbart, nicht aber die Möglichkeit eines Attests per Video.
Bislang wird in der Regel eine ArbeitsunfĂ€higkeitsbescheinigung (AU) erst ab dem vierten Tag verlangt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrĂŒndete die PlĂ€ne damit, dass der Krankenstand gesenkt werden solle. Gegen die PlĂ€ne gibt es Proteste - auch, weil damit mehr kranke Menschen in den ĂŒberlasteten Praxen erwartet werden.
Warken kĂŒndigte an, bald VorschlĂ€ge vorlegen zu wollen, um eine Krankschreibung per Online-Fragebogen ohne Arztkontakt zu unterbinden. "Damit wird diesem Missbrauch endlich ein Riegel vorgeschoben", sagte die Ministerin.
Warken: Zuckersteuer kommt Versicherten zugute
Breite Kritik gibt es an dem Krankenkassensparpaket der Koalition, das darauf abzielt, die gesetzlichen Krankenkassen 2027 von stark steigenden Ausgaben zu entlasten und neue Beitragserhöhungen zu verhindern. UrsprĂŒnglich war eine Zuckerabgabe fĂŒr sĂŒĂe GetrĂ€nke wie Limonaden geplant. Die Mehreinnahmen sollten den Kassen zukommen, spĂ€ter Ă€nderte die Bundesregierung ihre PlĂ€ne in eine Zuckersteuer um, die dann in den allgemeinen Haushalt flieĂen wĂŒrde.
Auf die Frage, warum sie diese Einnahmen aus der Hand gegeben habe, antwortete Warken: "Im Sparpaket ist festgelegt, dass die Krankenversicherung im Gegenzug mehr Steuermittel erhĂ€lt. Die 650 Millionen Euro, die die Steuer auf zuckergesĂŒĂte GetrĂ€nke im kommenden Jahr einbringen soll, kommen also den Versicherten zugute."
