DAX40, DaxIndex

Warnung: Steht der DAX vor dem nÀchsten Crash oder nur vor einer gesunden Verschnaufpause?

23.01.2026 - 12:09:41

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt kippt schneller als du „Bullenmarkt“ sagen kannst. EZB, Rezessionsangst, geopolitische Risiken – und mittendrin der DAX, der zwischen Rallye und RĂŒcksetzer schwankt. Ist das noch Dip-Kauf-Chance oder schon das Vorspiel zum großen Absturz?

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Vibe Check: Der DAX zeigt sich aktuell nervös und launisch: mal dominieren bullische Ausbruchsversuche, dann wieder krĂ€ftige RĂŒcksetzer und plötzliche Gewinnmitnahmen. Statt klarer Trendrallye sehen wir eine Mischung aus kurzfristigen Hoffnungs-SchĂŒben und schnellen Korrekturen – ein Markt, in dem die Bullen und BĂ€ren sich im Stundentakt abwechseln. Viele Trader sprechen von einer heiklen Phase, in der der Index zwischen weiterem AufwĂ€rtstrend und deutlicher Korrektur schwankt. Die Bewegungen sind dynamisch, zeitweise ruppig, und immer wieder kommt es zu abrupten Richtungswechseln.

Die Story: Was drĂŒckt oder treibt den DAX aktuell wirklich? Schauen wir auf das große Bild aus Europa:

1. EZB und Christine Lagarde – der Zins-Hebel ĂŒber allem
Die EuropĂ€ische Zentralbank bleibt der zentrale Taktgeber. Nach den massiven Zinsanhebungen der letzten Jahre steht jetzt die Frage im Raum: Bleibt die EZB lĂ€nger auf hohem Zinsniveau oder kommen bald spĂŒrbare Zinssenkungen? Aus den letzten Äußerungen von Christine Lagarde und anderen EZB-Vertretern zeichnet sich ein Bild vorsichtiger Entspannung ab: Die Inflation in der Eurozone ist deutlich zurĂŒckgegangen, aber die Notenbank will ein erneutes Aufflammen der Teuerung verhindern. FĂŒr den DAX ist das ein zweischneidiges Schwert:
- Einerseits freuen sich Wachstums- und Tech-Werte ĂŒber Aussicht auf niedrigere Finanzierungskosten und einen RĂŒckenwind fĂŒr Bewertungen.
- Andererseits signalisiert die ZurĂŒckhaltung der EZB, dass die Konjunktur noch fragil ist und man sich keinen geldpolitischen Fehler leisten will.
Das Resultat: Der Markt schwankt zwischen „Soft Landing“-Optimismus und der Angst vor einer hartnĂ€ckigen Wachstumsflaute.

2. Deutsche Konjunktur – MĂŒder Exportweltmeister
Die deutsche Wirtschaft hĂ€ngt weiter im Spannungsfeld aus schwacher Industrie, herausfordernder globaler Nachfrage und strukturellen Problemen (Energiepreise, BĂŒrokratie, StandortattraktivitĂ€t). Immer wieder veröffentlichte Daten aus Industrieproduktion, AuftragseingĂ€ngen und ifo-GeschĂ€ftsklima zeigen ein Bild: keine Vollkatastrophe, aber auch kein echtes Comeback. FĂŒr klassische DAX-Schwergewichte wie Chemie, Industrie, Maschinenbau und Auto heißt das:
- Analysten sind vorsichtiger mit GewinnschÀtzungen.
- Jede positive Überraschung in Zahlen oder Ausblick kann aber krĂ€ftige KurssprĂŒnge auslösen, weil viel Pessimismus eingepreist ist.

3. Deutsche Autoindustrie und China-Risiko
Auf CNBC Europe wird immer wieder das Spannungsfeld zwischen deutscher Autoindustrie und China thematisiert: schwĂ€chelnde Nachfrage, harter Wettbewerb mit E-Auto-Herstellern aus Fernost, politische Spannungen und mögliche Handelsbarrieren. FĂŒr den DAX bedeutet das:
- Autowerte bleiben extrem sensibel fĂŒr News zu Zöllen, Subventionen und E-MobilitĂ€t.
- Ein negativer Newsflow kann schnell einen breiteren Abverkauf im Index auslösen, weil Autos im DAX historisch eine große Rolle spielen.

4. Inflation, Löhne, Konsum
Die Inflation ist zwar zurĂŒckgekommen, aber noch nicht völlig „durch“. Steigende Löhne stĂŒtzen zwar den Konsum, erhöhen gleichzeitig aber die Kostenbasis fĂŒr Unternehmen. Dadurch geraten Margen unter Druck, wenn die Firmen höhere Preise nicht vollstĂ€ndig an Kunden weitergeben können. Genau hier entscheidet sich, ob die aktuellen Bewertungen haltbar sind oder ob wir eine Phase der ErnĂŒchterung mit deutlichen Korrekturen sehen.

Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: Aktuelle DAX-Analyse auf YouTube
TikTok: Markttrend: Kurzclips zu DAX und Börse
Insta: Stimmung: DAX-Hashtag auf Instagram

Der Social-Vibe ist gemischt: Auf YouTube sieht man viele „DAX am Scheideweg“-Analysen, die auf mögliche große Trendbewegungen hinweisen. Auf TikTok dominieren kurze Clips ĂŒber schnellen Reichtum, „Dip kaufen“ und Kostolany-Zitate – aber auch Warnungen vor Leverage-Exzessen. Auf Instagram sieht man Charts, die sowohl mögliche bullische AusbrĂŒche als auch potenzielle Crash-Szenarien zeichnen. Kurzum: Die Herde ist nervös, aber extrem aufmerksam. Genau das sind die Phasen, in denen große Moves entstehen.

  • Key Levels: Statt auf einzelne Kursmarken zu starren, solltest du gerade in dieser Phase vor allem auf Zonen achten: Bereiche, in denen der Markt schon mehrfach gedreht hat – also markante UnterstĂŒtzungen, von denen der DAX bisher dynamisch nach oben abgeprallt ist, und Widerstandsregionen, an denen rallies regelmĂ€ĂŸig ausgebremst wurden. In diesen wichtigen Zonen entscheidet sich, ob wir einen Durchbruch mit bullischem Ausbruch sehen oder ob wieder krĂ€ftige Gewinnmitnahmen einsetzen.
  • Sentiment: Haben die Bullen oder die BĂ€ren die Kontrolle?
    Momentan wirkt das KrĂ€fteverhĂ€ltnis wacklig. Die Bullen argumentieren mit absehbar entspannterer Geldpolitik, nachlassender Inflation und der Chance auf eine zyklische Erholung. Die BĂ€ren verweisen auf eine schwache Industrie, geopolitische Unsicherheiten, mögliche Gewinnrevisionen und auf die Gefahr, dass die laufende AufwĂ€rtsbewegung eher eine spĂ€te Bullenfalle als der Start eines neuen Superzyklus ist. In den OrderbĂŒchern sieht man: Bei guten Nachrichten schießen die Kurse teilweise impulsiv nach oben, werden aber schnell durch Gewinnmitnahmen gedeckelt. Das spricht fĂŒr ein eher kurzfristig orientiertes Publikum mit wenig Überzeugung fĂŒr einen langen Bullenmarkt.

Trading-Perspektive: Wie gehst du mit diesem DAX um?

1. Szenario „Bullen setzen sich durch“
In diesem Szenario hĂ€lt der DAX seine wichtigen UnterstĂŒtzungszonen, RĂŒcksetzer bleiben begrenzt und werden zĂŒgig wieder gekauft. Nachrichten zu moderateren Zinsen, stabileren Konjunkturdaten und soliden Unternehmenszahlen könnten hier als Katalysator dienen. Wer dieses Szenario spielt, fokussiert sich auf:
- QualitÀtsaktien mit robusten Bilanzen und Preissetzungsmacht.
- Branchen, die von sinkenden Zinsen profitieren (z.B. Wachstumstitel, Teile von Tech und Konsum).
- Sukzessiven Positionsaufbau in RĂŒcksetzern statt All-in auf Tageshochs.

2. Szenario „BĂ€ren ĂŒbernehmen das Ruder“
Wenn wichtige UnterstĂŒtzungsbereiche bröckeln und negative News (schwache Quartalszahlen, enttĂ€uschende Makrodaten, geopolitische Eskalationen) aufschlagen, kann sich aus einem scheinbar harmlosen RĂŒcksetzer schnell ein krĂ€ftiger AbwĂ€rtstrend entwickeln. Dann werden aus „Dip-KĂ€ufen“ schnell „Fang-den-Messer“-Fehlversuche. In diesem Fall stehen im Fokus:
- Defensivere Sektoren und Cash-Quoten.
- Absicherungsstrategien, etwa ĂŒber Short-ETFs oder Optionen (nur wer die Risiken wirklich versteht).
- Striktes Risikomanagement mit klaren Stopps, statt Hoffen und Beten.

3. Szenario „SeitwĂ€rtsmarkt mit Fake-Outs“
Ein bei Profis gefĂŒrchtetes, aber hĂ€ufiges Szenario: Der DAX lĂ€uft in einer breiten Bandbreite seitwĂ€rts, bricht scheinbar nach oben oder unten aus, nur um die Trader kurz danach mit einem fiesen Reversal abzurĂ€umen. Typische Merkmale:
- HĂ€ufige Richtungswechsel auf Tagesbasis.
- Falsche AusbrĂŒche ĂŒber oder unter wichtige Zonen.
- Starker Einfluss kurzfristiger News und Algorithmen.
Wer hier ĂŒberleben will, arbeitet entweder mit sehr kurzfristigen Strategien oder hĂ€lt sich bewusst zurĂŒck und wartet auf den echten, nachhaltigen Trend.

Strategie-Mindset: Vom FOMO-Modus in den Pro-Modus wechseln
Die grĂ¶ĂŸte Gefahr in der aktuellen DAX-Phase ist nicht der Index selbst, sondern deine eigene Psychologie. FOMO (Fear of Missing Out) trifft auf Crash-Angst. Viele Privatanleger springen hektisch hin und her: Heute bullisch, morgen panisch. Genau hier unterscheiden sich Hobby-Trader von Profis:
- Profis definieren vorab Szenarien, Einstiegszonen, Ausstiege und PositionsgrĂ¶ĂŸen.
- Sie zocken nicht auf jede Schlagzeile, sondern warten auf Setups mit klarem Chancen-Risiko-VerhÀltnis.
- Sie akzeptieren, dass sie nie den exakten Tiefst- oder Höchstpunkt erwischen.

Fazit: Der DAX steht nicht vor einer simplen „Rauf oder Runter“-Entscheidung, sondern mitten in einer komplexen Gemengelage aus Zinswende, Konjunkturunsicherheit und Sentimentschwankungen. Die Risiken sind real: Eine Kombination aus schwĂ€cherer Weltwirtschaft, enttĂ€uschenden Unternehmensgewinnen und geopolitischer Eskalation kann jederzeit eine heftigere AbwĂ€rtswelle lostreten. Gleichzeitig sind viele schlechte Nachrichten bereits eingepreist, sodass positive Überraschungen eine knackige Rallye entfachen können.

Statt dich von Schlagzeilen zu triggern, solltest du:
- Die großen Makro-Treiber (EZB, Inflation, Wachstum) im Blick behalten.
- Auf die Reaktion des Marktes nach News achten – nicht nur auf die News selbst.
- Deine PositionsgrĂ¶ĂŸen an die aktuelle VolatilitĂ€t anpassen und Stopps diszipliniert setzen.

Ob der DAX jetzt vor dem nĂ€chsten Crash steht oder nur eine gesunde Verschnaufpause einlegt, wird nicht durch eine einzelne Zahl entschieden, sondern durch das Zusammenspiel aus Makrodaten, Notenbankpolitik und Marktpsychologie. Wer strukturiert vorgeht, seine Risiken kennt und nicht jedem Hype hinterherrennt, kann diese Phase nutzen – entweder, um kontrolliert Chancen zu spielen oder, um sich in Ruhe fĂŒr den nĂ€chsten wirklich großen Trend zu positionieren.

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest ĂŒberlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

@ ad-hoc-news.de

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