Waymo, Fahrten

Waymo: 500.000 autonome Fahrten pro Woche und globale Expansion

25.03.2026 - 04:51:33 | boerse-global.de

Alphabets Roboterauto-Tochter Waymo erreicht neue Rekordzahlen, präsentiert überlegene Sicherheitsstatistiken und plant mit frischem Milliarden-Investment die Expansion nach Europa und Asien.

Waymo: 500.000 autonome Fahrten pro Woche und globale Expansion - Foto: über boerse-global.de
Waymo: 500.000 autonome Fahrten pro Woche und globale Expansion - Foto: über boerse-global.de

Alphabets Roboterauto-Tochter Waymo beschleunigt ihr Wachstum massiv. Neue Daten belegen eine halbe Million Fahrten pro Woche – und eine überlegene Sicherheitsbilanz im Vergleich zum menschlichen Fahrer. Gleichzeitig bereitet sich das Unternehmen auf den Sprung nach Europa und Asien vor.

Rekordzahlen und neue Fahrzeuggeneration

Die Zahlen sind beeindruckend: Waymos autonome Fahrzeuge absolvieren wöchentlich rund 500.000 Fahrten ohne Sicherheitsfahrer. Das entspricht mehr als 6,5 Millionen gefahrenen Kilometern pro Woche. Der Dienst ist derzeit in elf US-Städten aktiv, in doch bereits für die Öffentlichkeit. Nur in Nashville, Tennessee, laufen noch Testfahrten ohne Passagiere.

Den Schub ermöglicht die neue Fahrzeuggeneration „Ojai“. Diese speziell für den Roboterbetrieb entwickelten Elektro-Van baut Waymo gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Zeekr. Sie sollen komfortabler, die verbauten Sensoren und Computer einfacher und deutlich kostengünstiger sein als bisherige Systeme. Erste Ojai-Fahrzeuge sind bereits für Mitarbeiter in San Francisco und Los Angeles unterwegs; für die breite Öffentlichkeit sollen sie noch in diesem Jahr verfügbar werden.

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Globaler Vorstoß und Milliarden-Investment

Waymos Ambitionen reichen weit über die USA hinaus. Das Unternehmen bereitet die Markteinführung in Rechtsverkehr-Märkten wie London und Tokio aktiv vor. Erste Tests zur Übertragbarkeit der Kerntechnologie seien vielversprechend verlaufen, so das Unternehmen.

Auch in der Heimat wächst der Aktionsradius: Kalifornische Behörden haben Waymo grünes Licht gegeben, sein Netz massiv auszuweiten. Künftig darf das Unternehmen im Großraum San Francisco sowie in Südkalifornien – von Santa Clarita bis San Diego – operieren. In San Diego soll der Dienst bis Mitte 2026 starten. Insgesamt peilt Waymo an, noch in diesem Jahr in über 20 weiteren Städten weltweit live zu gehen.

Finanziellen Rückenwind gibt ein frisches Investment von 16 Milliarden Euro. Die jüngste Kapitalrunde bewertet das Unternehmen mit rund 126 Milliarden Euro. Dieses Polster soll den massiven Ausbau des fahrerlosen Fahrdienstes finanzieren.

Sicherheitsdaten unter der Lupe

Zentral für Waymos Expansion ist der Sicherheitsnachweis. Neue Daten vom 19. März 2026, die über 275 Millionen autonome Kilometer (umgerechnet zwei Jahrhunderte menschlicher Fahrzeit) auswerten, zeigen deutliche Vorteile:

  • 92 % weniger Unfälle mit schweren oder tödlichen Verletzungen im Vergleich zum menschlichen Fahrer.
  • 83 % weniger Crashs, bei denen der Airbag auslöste.
  • 82 % weniger Unfälle mit Verletzungen insgesamt.

Hochgerechnet auf das aktuelle Betriebsniveau verhindere das Waymo-System etwa alle acht Tage einen schweren Unfall, so das Unternehmen.

Dennoch steht die Technologie unter scharfer Beobachtung. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht derzeit, wie Waymo-Fahrzeuge mit haltenden Schulbussen interagieren. Zudem wird ein Vorfall in Santa Monica aufgearbeitet, bei dem ein Roboterauto ein Kind leicht verletzte. Waymo gab außerdem bekannt, dass rund 70 menschliche Agenten gleichzeitig im Schichtbetrieb die Fahrzeuge fernüberwachen – viele davon sitzen im Ausland.

Branche im Umbruch, Regulierung im Rennen

Waymos Vorstoß markiert einen Wendepunkt für die gesamte Branche. Die milliardenschwere Skalierung zeigt wachsendes Vertrauen in die Technologie. Sie zwingt aber auch die Politik zum Handeln: Die Regulierungsbehörden müssen mit der rasanten Entwicklung Schritt halten.

In Kalifornien formiert sich auch Widerstand. Die Gig Workers Union plant Proteste und fordert strengere Vorschriften, insbesondere für die Fernbediener der Fahrzeuge. Waymo betont hingegen, dass menschliche Unterstützung integraler Bestandteil seines Modells bleibe und sich Arbeitsplätze eher verlagern als wegfallen würden.

Ziel: Eine Million Fahrten pro Woche

Das nächste große Ziel ist klar: Waymo want bis Jahresende eine Million bezahlte Fahrten pro Woche erreichen. Der Schlüssel dazu liegt in der neuen Ojai-Flotte, der weiter verfeinerten sechsten Generation der „Waymo Driver“-Software und der Expansion in neue Metropolen.

Der weitere Weg wird davon abhängen, wie gut das Unternehmen den Spagat zwischen technologischem Fortschritt, strenger Sicherheitsvalidierung und sich ständig ändernden regulatorischen Vorgaben meistert. Waymos Erfolg oder Scheitern wird die Geschwindigkeit der autonomen Revolution weltweit maßgeblich beeinflussen – und könnte langfristig einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung von Verkehrstoten leisten.

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