Waymo, London

Waymo sorgt in London für Ärger: Roboterauto durchbricht Polizeisperre

24.04.2026 - 18:30:04 | boerse-global.de

Ein autonomer Waymo-Jaguar ignorierte in London eine Polizeisperre an einem Tatort. Das Unternehmen suspendierte den Fahrer und steht nun in der Kritik.

Waymo sorgt in London für Ärger: Roboterauto durchbricht Polizeisperre - Foto: über boerse-global.de
Waymo sorgt in London für Ärger: Roboterauto durchbricht Polizeisperre - Foto: über boerse-global.de

Erst vor wenigen Tagen startete Waymo seine Testphase in London – nun gibt es bereits den ersten schweren Zwischenfall. Ein autonomes Fahrzeug durchbrach eine Polizeisperre an einem Tatort.

Die Google-Tochter steht nach dem Vorfall vom 22. April massiv in der Kritik. Ein Waymo-Jaguar I-Pace fuhr auf der Harlesden High Street durch das Absperrband der Polizei – obwohl die Beamten dort einen Doppelmord untersuchten. Videoaufnahmen zeigen, wie der weiße SUV die Sirenen und Blaulichter ignoriert und erst scharf bremst, als es fast zu spät ist.

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Fahrer suspendiert – aber das Vertrauen ist weg

Waymo bestätigte: Der Wagen wurde von einem menschlichen Fahrer gesteuert. Das Unternehmen entschuldigte sich und suspendierte den Mitarbeiter. Die automatischen Systeme hätten die Gefahr erkannt, betont Waymo. Doch der Schaden ist angerichtet.

„Das ist kein Einzelfall“, kritisieren Verkehrssicherheitsgruppen. Schon in Atlanta und Los Angeles blockierten Waymo-Fahrzeuge Einsatzfahrzeuge oder fuhren in Tatorte.

London als Test für Europa

Dabei hat Waymo Großes vor: 100 Elektro-Jaguars sollen ab September 2026 in London fahren – der erste große Vorstoß in Europa. Partner Moove kümmert sich um Wartung und Ladestationen. Die Konkurrenz schläft nicht: Uber arbeitet mit dem britischen Startup Wayve, Lyft mit dem chinesischen Riesen Baidu.

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Streit mit Radfahrern eskaliert

Doch nicht nur die Polizei ist sauer. Radfahrer-Verbände wie die London Cycling Campaign kritisieren: Waymo programmiere seine Fahrzeuge so, dass sie Fahrradwege blockieren – nur um Fahrgäste möglichst nah ans Ziel zu bringen. Waymo rechtfertigt sich: „Das ist ein unrealistischer Standard.“ Dabei verbietet die britische Straßenverkehrsordnung genau das.

Sicherheitsbilanz: Besser als Menschen?

Waymo verweist auf beeindruckende Zahlen: 100 Millionen autonom gefahrene Kilometer, fünfmal weniger Unfälle mit Verletzten als Menschen. Doch die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ermittelt bereits wegen unerwarteter Fahrmanöver. Auch in Großbritannien prüft das Verkehrsministerium die Technik genau.

Entscheidende Monate für Waymo

Bis September will Waymo seine Flotte hochfahren. Der Erfolg hängt von zwei Faktoren ab: Akzeptanz in der Bevölkerung und der Fähigkeit der KI, mit engen Straßen und chaotischem Verkehr klarzukommen. „Londons Straßen bieten wenig Raum für Fehler“, sagen Analysten.

Gelingt Waymo der Spagat zwischen Sicherheit und Kundenerwartungen, könnte London zum Vorzeigeprojekt für autonomes Fahren in Europa werden. Scheitert das Unternehmen, wird die Hauptstadt zur Warnung für die ganze Branche.

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