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WDH/ Aktien Frankfurt Ausblick: Moderater Dax-RĂŒcksetzer nach Rekordhoch erwartet

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 08:16 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

(Am Ende des zweiten Satzes im dritten Absatz wurde ein Wort ausgetauscht.

Reagiert statt gezeigt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rekordhoch vom Freitag zeichnet sich fĂŒr den Dax DE0008469008 am Montag ein moderater RĂŒcksetzer ab. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 als außerbörslicher Indikator fĂŒr den deutschen Leitindex ein Minus von 0,2 Prozent auf 26.520 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 EU0009658145 wird Ă€hnlich knapp im Minus erwartet.

Am Freitag hatte der Dax trotz Signalen von US-Notenbankchef Kevin Warsh fĂŒr eine Zinserhöhung eine neue Bestmarke aufgestellt. Doch nach dem europĂ€ischen Handelsende hatten bereits die US-Indizes ins Minus gedreht und am Morgen verloren auch die asiatischen Börsen. Es belasten insbesondere wieder die leicht steigenden Ölpreise.

Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem erwartbaren Preisanstieg beim Öl, nachdem das US-MilitĂ€r Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen hatte. Dagegen hĂ€tten die Aktien- und RentenmĂ€rkte recht entspannt auf die erneute militĂ€rische Eskalation reagiert. "Die Mehrzahl der Anleger erwartet offenbar nicht, dass die Situation erneut großflĂ€chig und langfristig eskaliert."

Das US-MilitĂ€r nahm zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Sie sollten daran gehindert werden, neue Seeminen in der Straße von Hormus zu legen, hieß es. Die iranischen Revolutionsgarden drohten umgehend mit Vergeltung.

Zudem stellten sich die Anleger darauf ein, dass der nĂ€chste Zinsschritt der US-Notenbank wohl nach oben und nicht nach unten gehe, kommentierte Marktexperte Stephen Innes. Folglich gerieten die technologielastigen asiatischen Indizes wie der sĂŒdkoreanische Kospi KRD020020008 und der japanische Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 unter Druck, zumal gerade der US-Halbleitersektor am Freitag SchwĂ€che gezeigt hatte.

Zu den anstehenden Verbraucherpreisen aus Deutschland erinnerte die Landesbank Helaba in ihrem Tagesausblick daran, dass am vergangenen Freitag die entsprechenden Daten aus Frankreich und Spanien bereits einen erhöhten Preisdruck gezeigt hÀtten.

Die Helaba-Experten gehen von einer Teuerungsrate von 2,9 Prozent aus, die damit deutlich ĂŒber der Zielmarke der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent lĂ€ge. Dies sollte die WĂ€hrungshĂŒter in ihrem Vorhaben bestĂ€rken, kommende Woche den Leitzins anzuheben, was am Markt allerdings schon "fast vollstĂ€ndig eingepreist" sei.

Unternehmensseitig sieht die Agenda am Montag zunĂ€chst ĂŒbersichtlich aus. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer DE000BAY0017 teilte am Sonntag im Rahmen des Kongresses der EuropĂ€ischen Gesellschaft fĂŒr Kardiologie mit, dass sein Herz- und Nierenmedikament Kerendia auch Patienten mit hypertensiver Nephropathie helfen kann. Das ist eine NierenschĂ€digung, die durch chronischen Bluthochdruck entstehen kann. Die Leverkusener verwiesen auf eine Subgruppenanalyse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie FIND-CKD.

Am Vormittag stehen zudem noch die Halbjahreszahlen des Farben- und DĂ€mmstoffspezialisten Sto DE0007274136 auf der Agenda.

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