Schwarz-Chef tritt aus wichtigem Bosch-Gremium aus
26.03.2026 - 16:02:26 | dpa.deDer Manager tritt zum 31. MĂ€rz 2026 als Gesellschafter aus, wie der Technologiekonzern in Stuttgart mitteilte.
Grund seien zunehmend ĂŒberlappende GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten von Bosch und der Schwarz-Gruppe, hieĂ es. Um potenzielle kĂŒnftige Interessenkonflikte zu vermeiden, hĂ€tten sich beide Seiten vorsorglich auf diesen Schritt geeinigt. Chrzanowskis Nachfolger werde zum 1. April der Aufsichtsratschef des Hamburger OnlinehĂ€ndlers Otto, Alexander Birken.
Chrzanowski war damit genau ein Jahr in dem Gremium vertreten. "Seine tiefe Expertise insbesondere im Bereich der Digitalisierung und sein strategischer Weitblick waren eine Bereicherung fĂŒr unser Gremium", sagte Stefan Asenkerschbaumer, Bosch-Aufsichtsratschef und geschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter der Industrietreuhand, ĂŒber den 54-JĂ€hrigen.
Die Robert Bosch Industrietreuhand KG ist das Machtzentrum des Konzerns. Sie hĂ€lt mehrheitlich die Stimmrechte an dem weltgröĂten Autozulieferer, der ein Stiftungsunternehmen ist. Die Mehrheit der Anteile ist in der Hand der gemeinnĂŒtzigen Stiftung. Diese ĂŒbt aber keinen Einfluss aus die geschĂ€ftlichen AktivitĂ€ten aus. Mit dieser gesellschaftlichen Struktur wird die langfristige UnabhĂ€ngigkeit des von Robert Bosch gegrĂŒndeten Unternehmens gesichert. Ăbrigens: Bosch-Chef Stefan Hartung ist ebenfalls Mitglied der Gesellschafterversammlung der Robert Bosch Industrietreuhand KG.
Schwarz will Europas Cloud-Riese werden
Das Mutterunternehmen von Lidl und Kaufland stellt sich bereits seit lĂ€ngerem auch als IT-Dienstleister auf. Das Imperium von Lidl-GrĂŒnder Dieter Schwarz will insbesondere im Cloud-GeschĂ€ft punkten - und sich als europĂ€ische Alternative zu Cloud-Computing-MarktfĂŒhrern wie Amazon US0231351067 Web Services und Microsoft US5949181045 Azure aufstellen. Dazu investiert die Gruppe unter anderem elf Milliarden Euro in ein neues Rechenzentrum in Brandenburg. UnterstĂŒtzt durch Schwarz' Stiftung schieĂen nahe dem Firmensitz in Neckarsulm immer mehr Bildungseinrichtungen aus dem Boden - darunter ein KI-Campus.
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