Russland-Verluste: Unternehmen beantragen EntschÀdigung beim Bund
11.12.2023 - 15:41:39Die Siemens DE0007236101-Bahntechniksparte Siemens Mobility und die Volkswagen DE0007664039 Bank bestÀtigten auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur entsprechende Verfahren. Zuvor hatte der "Business Insider" berichtet.
"Wie viele andere deutsche Unternehmen hat auch Siemens Investitionen in Russland ĂŒber das Instrument der Investitionsgarantien des Bundes abgesichert", erklĂ€rte ein Sprecher von Siemens Mobility am Montag. BezĂŒglich der gedeckten Investitionen stehe man in Kontakt mit der Bundesregierung und der WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft PwC, die mit der DurchfĂŒhrung der Investitionsgarantien betraut war. Weitere Details wollte er nicht nennen. Ein Sprecher der Volkswagen Bank sprach auf Anfrage nur von einem laufenden Verfahren, zu dem man sich nicht weiter Ă€uĂern wolle.
Bisher hatte lediglich die BASF DE000BASF111-Ăl- und Gastochter Winterhall Dea angekĂŒndigt, die staatlichen Garantien fĂŒr frĂŒhere Investitionen in Russland in Anspruch zu nehmen. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums erklĂ€rte dazu am Montag: "Ich kann bestĂ€tigen, dass die Wintershall DEA AG Investitionsgarantien des Bundes fĂŒr Russland in Anspruch genommen hat." Dabei gehe es um Garantien fĂŒr Investitionen in dem Land, die zwischen 2006 und 2016 ausgesprochen worden seien. "Wir befinden uns bereits seit LĂ€ngerem in Verhandlungen mit der Wintershall DEA AG ĂŒber diese Garantien und mögliche Schadensszenarien", so der Sprecher. Angaben zu weiteren Antragstellern wollte er mit Verweis auf deren GeschĂ€ftsgeheimnis nicht machen.
WirtschaftsstaatssekretĂ€r Michael Kellner (GrĂŒne) hatte Mitte November auf Anfrage der damaligen Linksfraktion im Bundestag erklĂ€rt, dass bisher 16 AntrĂ€ge von acht Unternehmen eingegangen seien, die frĂŒher ausgesprochene staatlichen Investitionsgarantien fĂŒr Projekte in Russland in Anspruch nehmen wollten. Insgesamt gehe es um 2,8 Milliarden Euro. Der Bund hatte bis zum Ăberfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 Investitionen in dem Land ĂŒber BĂŒrgschaften abgesichert. Das Programm wurde nach dem Einmarsch Russlands in das Nachbarland gestoppt. Siemens und Volkswagen hatten wenig spĂ€ter ihr Russland-GeschĂ€ft eingestellt.

