Hegseth, US-ReprÀsentantenhaus

Wegen Hegseth? US-ReprÀsentantenhaus zieht Ferien vor

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 20:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Kurz vor der Beratung ĂŒber ein Amtsenthebungsverfahren gegen Verteidigungsminister Pete Hegseth hat das US-ReprĂ€sentantenhaus seine Sitzungspause vorgezogen.

Statt wie geplant am Donnerstag gehen die Abgeordneten nun bereits nach den Abstimmungen am Mittwoch in die Parlamentsferien, wie die Pressestelle der Kammer auf Anfrage mitteilte.

Am Dienstag hatte der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth eingebracht und ihm im Kontext des Iran-Krieges "schwere Verbrechen und Verfehlungen" vorgeworfen. Der Pentagon-Chef stelle eine "Bedrohung fĂŒr die Verfassung" dar. Zudem kritisiert Massie, dass der Einsatz von US-StreitkrĂ€ften im Iran-Krieg ohne Autorisierung durch den Kongress erfolgt sei.

NĂ€chster Sitzungstag erst im November

Der Antrag hat angesichts der republikanischen Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses kaum Aussichten auf Erfolg. Allerdings hĂ€tte sich das ReprĂ€sentantenhaus noch diese Woche damit befassen mĂŒssen, da die Regeln eine Beratung innerhalb von zwei Sitzungstagen vorsehen - spĂ€testens also am Donnerstag. Mitten im Wahlkampf wĂ€re der in den USA unbeliebte Krieg so wieder auf die Tagesordnung gekommen.

Der nÀchste geplante Sitzungstag liegt nun allerdings erst im November, also nach den Kongresswahlen. Der Sprecher des ReprÀsentantenhauses, Mike Johnson, sagte, Massies Antrag sei eine Inszenierung von jemandem, der Aufmerksamkeit wolle.

Massie fiel bei Trump in Ungnade

Massies Tage im ReprĂ€sentantenhaus sind nach dem ZerwĂŒrfnis mit PrĂ€sident Donald Trump gezĂ€hlt. Er hatte den PrĂ€sidenten unter anderem fĂŒr das Vorgehen im Iran kritisiert und seine Vorwahl verloren, nachdem Trump sich fĂŒr den Gegenkandidaten ausgesprochen hatte. Somit steht er bei den Midterms im November nicht zur Wiederwahl.

Es ist bereits das zweite Mal binnen eines Jahres, dass gegen Hegseth ein Amtsenthebungsverfahren vorangebracht wird: zuletzt im April durch die demokratische Kongressabgeordnete Yassamin Ansari. Sie argumentierte, der Republikaner habe "US-Truppen durch die unbefugte Weitergabe geheimer Informationen in große Gefahr gebracht, sein Amt missbraucht und sich seines Amtes unwĂŒrdig verhalten".

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