EU-Kommission nimmt chinesische Windkraftfirma ins Visier
03.02.2026 - 12:13:39 | dpa.de"Die Kommission hat den Verdacht, dass Goldwind möglicherweise drittstaatliche Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren könnten", teilte die BrĂŒsseler Behörde mit. Konkret geht es um Subventionen bei der Herstellung und dem Verkauf von Windturbinen sowie damit zusammenhĂ€ngende Dienstleistungen.
Zu den möglichen auslĂ€ndischen Subventionen zĂ€hlen laut Mitteilung ZuschĂŒsse, steuerliche Vorzugsregelungen sowie Vorzugsfinanzierungen in Form von Darlehen. Die Kommission befĂŒrchtet demnach, dass diese Subventionen die Marktposition in der EU von Goldwind verbessern und sich negativ auf den Wettbewerb auf dem Markt der Windkraftanlagen und damit verbundene Dienstleistungen in der EU auswirken könnten.
EU-Kommission schaut schon seit fast zwei Jahren hin
Bereits im April 2024 hatte die EU-Kommission eine Untersuchung gegen chinesische Windkrafthersteller eingeleitet. Grund dafĂŒr waren damals der Behörde vorliegende Hinweise, wonach bestimmte Windradhersteller von auslĂ€ndischen Subventionen profitiert hĂ€tten, die ihnen einen unlauteren Vorteil gegenĂŒber Konkurrenten verschafft hĂ€tten. Konkret ging es um Leistungen fĂŒr Windparks in Spanien, Griechenland, Frankreich, RumĂ€nien und Bulgarien.
Die EU-Kommission in BrĂŒssel teilte nun mit, sie sehe auf Grundlage dieser vorlĂ€ufigen Untersuchung Hinweise darauf, dass der Hersteller Goldwind möglicherweise auslĂ€ndische Subventionen erhalten habe, die den Binnenmarkt verzerren könnten. Mit der vertieften Analyse will die Kommission schauen, ob sich vorlĂ€ufige Feststellungen bestĂ€tigen. Die Einleitung der genaueren PrĂŒfung bedeute nicht, dass es tatsĂ€chlich VerstöĂe gebe, betonte die Behörde.
Goldwind hat Angaben der Kommission zufolge seinen Hauptsitz in China und ist hauptsĂ€chlich im Bereich der Herstellung von Windturbinen sowie in Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Wartung tĂ€tig. Die Firma ist demnach auf dem EU-Binnenmarkt aktiv, unter anderem ĂŒber Vensys und weitere Tochtergesellschaften.
Streit zwischen BrĂŒssel und Peking schwelt schon lĂ€nger
BrĂŒssel und Peking streiten schon lĂ€nger darĂŒber, dass China aus Sicht der EU unfaire Handelspraktiken einsetzt und etwa durch staatliche Subventionen ĂberkapazitĂ€ten auf dem eigenen Markt schafft, die dann ins Ausland abflieĂen. Ein Beispiel dafĂŒr sind E-Autos oder auch die Photovoltaik-Branche.
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