Reformpaket, Parlament

Reformpaket soll Parlament in Sachsen-Anhalt stÀrken

05.03.2026 - 11:52:56 | dpa.de

Wenige Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und dem Eindruck hoher Umfragewerte fĂŒr die AfD wollen CDU, SPD, FDP, Linke und GrĂŒne Parlament und Landesverfassungsgericht stĂ€rken.

Dazu sind umfassende Reformen geplant. Außerdem soll das Abgeordnetengesetz geĂ€ndert und Vetternwirtschaft eingedĂ€mmt werden. Ziel ist es, sogenannte ÜberkreuzbeschĂ€ftigungen zu verhindern, dass also Abgeordnete Familienangehörige anderer Abgeordneter bei sich anstellen.

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewĂ€hlt. In Wahlumfragen liegt die AfD deutlich vor der CDU, die AfD strebt eine Alleinregierung an. "Wir schĂŒtzen demokratische Institutionen und Einrichtungen vor möglichen antidemokratischen Angriffen", sagte der parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Linken, Stefan Gebhardt.

Verfassungsgericht soll gestÀrkt werden

Damit die erste Sitzung nach der Wahl reibungslos ablĂ€uft, sollen die Regeln zur Wahl des LandtagsprĂ€sidenten angepasst. GrundsĂ€tzlich kann zunĂ€chst weiterhin die stĂ€rkste Fraktion einen Kandidaten fĂŒr das Amt vorschlagen. Sollte dieser Kandidat jedoch keine Mehrheit erhalten, sollen auch die anderen Fraktionen VorschlĂ€ge unterbreiten können. Mit der Änderung soll sichergestellt werden, dass das Parlament in jedem Fall ein PrĂ€sidium wĂ€hlt und der Landtag arbeitsfĂ€hig ist, da nur ein PrĂ€sident Sitzungen einberufen kann.

Obendrein soll die Wahl von Richtern am Landesverfassungsgericht sichergestellt werden. DafĂŒr ist eine Zweidrittelmehrheit der Abgeordneten nötig. VerfĂŒgt eine Fraktion ĂŒber ein Drittel der Stimmen, kann sie eine Wahl blockieren. DafĂŒr wird nun ein Ausweg geschaffen: Scheitert die Wahl neuer Richter, darf das Landesverfassungsgericht dem Landtag PersonalvorschlĂ€ge machen. FĂŒr die Wahl dieser Personen braucht es dann keine Zweidrittelmehrheit, sondern nur die Mehrheit der Mitglieder des Landtags.

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