Genaue, Förderbedingungen

Genaue Förderbedingungen fĂŒr Hybrid-Autos noch unklar

23.01.2026 - 19:00:47

Wer zur Anschaffung eines sogenannten Plug-in-Hybridautos auf die neue KaufprÀmie der Bundesregierung setzt, kann sich nicht unbedingt auf die Förderung verlassen.

Unklar ist nach Angaben des Umweltministeriums nĂ€mlich noch, welche Bemessungsgrenze fĂŒr einen wichtigen Richtwert gelten soll. Zuvor hatte die Zeitschrift "auto motor und sport" darĂŒber berichtet.

Förderung soll rĂŒckwirkend gelten

Plug-in-Hybride sind Autos, die sowohl mit Strom als auch mit Sprit fahren können. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte zu Wochenbeginn Details der neuen Förderung fĂŒr Elektroautos vorgestellt. Auch fĂŒr Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit "Range Extender" soll es Geld geben. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.

Möglich ist fĂŒr diese Autos eine UnterstĂŒtzung zwischen 1.500 und 4.000 Euro vom Staat, je nach persönlichen UmstĂ€nden und Fahrzeugart. Reine Elektroautos werden stĂ€rker unterstĂŒtzt. AntrĂ€ge werden wohl erst im Mai möglich werden, wenn die nötige Internet-Plattform steht. Die Förderung soll aber rĂŒckwirkend fĂŒr Autos gelten, die ab Jahresanfang zugelassen wurden.

Manche Details werden noch erarbeitet

Plug-in-Hybride und Autos mit Range Entender sind nur förderfĂ€hig, wenn sie nicht mehr als 60 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ausstoßen oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Die Förderrichtlinie werde nun ausgearbeitet und solle bis Ende Februar fertig sein, erklĂ€rte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zu den noch festzulegenden Details gehöre auch die Bemessungsgrenze fĂŒr die elektrische Reichweite.

Testverfahren bildet verschiedene Fahrsituationen ab

Der CO2-Ausstoß von Fahrzeugen wird auf dem PrĂŒfstand im sogenannten WLTP-Testverfahren ermittelt (Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure). Dabei gibt es verschiedene Kategorien, je nachdem, was erfasst wird. Unklar ist nun, ob der kombinierte Wert als Grundlage dienen soll. Dieser bildet der Zeitschrift zufolge auch lĂ€ngere Benziner-Fahrten zum Beispiel auf der Autobahn ab. Alternative wĂ€re demnach der WLTP-Wert, der Emissionen im Stadtverkehr erfasst, wo Nutzer eher den schadstoffarmen Elektroantrieb nutzen dĂŒrften.

Die Obergrenze von 60 Gramm CO2 pro Kilometer dĂŒrfte leichter zu erreichen sein, wenn der Wert fĂŒr den Stadtverkehr als Grundlage dient - damit wĂ€ren also potenziell mehr Modelle förderfĂ€hig.

@ dpa.de