WhatsApp muss sich durch EU-Gesetze öffnen
26.01.2026 - 22:01:12Der Messenger-Dienst WhatsApp steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Grund sind die neuen EU-Gesetze Digital Markets Act (DMA) und Digital Services Act (DSA), die strengere Sicherheits- und Transparenzregeln vorschreiben. Für Millionen Nutzer in Europa bedeutet das mehr Wahlfreiheit – und für Meta, das Unternehmen hinter WhatsApp, eine technische Mammutaufgabe.
Die größte Veränderung: Interoperabilität
Die fundamentalste Neuerung ist die Pflicht zur Interoperabilität. WhatsApp muss seine technischen Schnittstellen für andere Messenger-Dienste öffnen. Nutzer kleinerer Apps sollen dann Nachrichten an WhatsApp-Kontakte senden und empfangen können. Das Ziel: den “Lock-in-Effekt” brechen und den Wettbewerb stärken.
Die größte Herausforderung dabei ist der Erhalt der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Meta setzt auf das Signal-Protokoll und verlangt von Drittanbietern kompatible Lösungen. In der ersten Phase geht es um Text, Bilder, Sprachnachrichten und Dateien zwischen Einzelpersonen. Gruppenchats und Anrufe folgen später. Für Nutzer bleibt die Funktion optional; sie müssen der Kommunikation mit anderen Diensten in den Einstellungen aktiv zustimmen.
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Strengere Aufsicht durch den Digital Services Act
Parallel verschärft der DSA den Druck auf WhatsApp. Die EU stuft den Dienst nun als “sehr große Online-Plattform” ein, weil seine öffentliche “Channels”-Funktion die Nutzerschwelle von 45 Millionen in der EU überschritten hat. Die Konsequenzen sind weitreichend:
- WhatsApp muss robustere Meldesysteme für illegale Inhalte bereitstellen.
- Die Transparenz über Moderationsentscheidungen wird erhöht.
- Regelmäßige Risikobewertungen zu Desinformation sind Pflicht.
Während private Chats durch Verschlüsselung geschützt bleiben, gelten für öffentliche “Channels” nun die vollen Regeln sozialer Medien. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu sechs Prozent des globalen Jahresumsatzes.
Gemischte Reaktionen und technische Hürden
Die geforderte Öffnung stellt Meta vor enorme technische Aufgaben. Die entwickelte Architektur sieht vor, dass sich Drittanbieter mit der WhatsApp-Infrastruktur verbinden. So behält Meta die Kontrolle über die Verschlüsselungs-Endpunkte.
Die Reaktionen in der Branche sind gespalten. Während einige Anbieter die Chance auf mehr Nutzer sehen, sind andere skeptisch. Vor allem datenschutzorientierte Dienste fürchten, dass die Kompatibilität mit weniger sicheren Apps ihre eigenen hohen Standards verwässern könnte. Zum Start der Interoperabilität Ende 2025 waren nur wenige, eher unbekannte Messenger beteiligt.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Die EU-Gesetze zwingen WhatsApp zu einer historischen Wende: vom geschlossenen System zur offenen, aber streng regulierten Plattform. Ob die neuen Regeln den Wettbewerb wirklich beleben und die Nutzerrechte stärken, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Es bleibt spannend, wie schnell Meta die komplexen Vorgaben vollständig umsetzt – und ob die Nutzer die neuen Möglichkeiten auch annehmen werden.
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