Wheaton Precious Metals Aktie: 155 Millionen fällig am 30. Juni
30.06.2026 - 04:50:01 | boerse-global.de
Heute wird es ernst für Wheaton Precious Metals. Der Streaming-Riese muss die erste große Tranche unter dem neuen globalen Mindeststeuer-Regime überweisen. Rund 155 Millionen Kanadische Dollar fließen an diesem 30. Juni direkt an den Fiskus.
Steuerlast drückt auf den Cashflow
Hintergrund ist die Pillar-Two-Regelung der OECD. Diese schreibt multinationalen Konzernen eine effektive Steuer von mindestens 15 Prozent vor. Insgesamt beläuft sich die identifizierte Steuerschuld des Unternehmens auf 501 Millionen Kanadische Dollar. Eine zweite, deutlich größere Zahlung von 346 Millionen folgt im ersten Quartal 2027.
Parallel dazu kämpft der Konzern mit massiven Kostensteigerungen im operativen Geschäft. Die Cash-Kosten pro Unze Goldäquivalent stiegen zuletzt auf 681 US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum lagen sie noch bei 392 Dollar. Dieser Anstieg belastet die Margen trotz der im Frühjahr gemeldeten Rekordumsätze.
Wheaton verfügt derweil über liquide Mittel von etwa 1,2 Milliarden US-Dollar. Dieses Polster gilt als essenziell für die Firmenstrategie. Das Management will damit neue Streaming-Verträge abschließen und das bestehende Portfolio aus über 30 Anlagen stützen.
Chartbild unter Druck
An der Börse zeigt die Kurve deutlich nach unten. Die Aktie notiert aktuell bei 97,34 Euro. Das entspricht einem Minus von rund zwölf Prozent innerhalb der letzten 30 Tage. Damit liegt der Kurs weit unter seinem 52-Wochen-Hoch von 145,05 Euro aus dem März.
Mit einem Relative-Stärke-Index von etwa 40 nähert sich das Papier einem überverkauften Zustand. Der Titel notiert derweil unter seinem langfristigen Durchschnitt von 106,71 Euro. Die annualisierte Volatilität bleibt mit 54 Prozent auf einem hohen Niveau.
Operativ hält das Management am Wachstumskurs fest. Das Produktionsziel für 2026 liegt unverändert zwischen 860.000 und 940.000 Unzen Goldäquivalent. Expansionen wie am Salobo-Standort in Brasilien sollen den Ausstoß langfristig sichern.
Bis zum Jahr 2030 soll die Produktion um 50 Prozent auf 1,2 Millionen Unzen steigen. Im August folgen die nächsten Quartalszahlen mit Details zur Cashflow-Entwicklung unter der neuen Steuerlast.
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