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WDH/ Studie: Vorurteile bremsen Frauen in deutschen IT-Abteilungen aus

03.03.2026 - 11:55:39 | dpa.de

(Wiederholung aus technischen GrĂŒnden)BERLIN - Obwohl die deutsche Wirtschaft den FachkrĂ€ftemangel in den IT-Abteilungen ohne weibliche Talente kaum lösen kann, halten sich veraltete Stereotype in der Branche hartnĂ€ckig.

(Wiederholung aus technischen GrĂŒnden)

BERLIN (dpa-AFX) - Obwohl die deutsche Wirtschaft den FachkrĂ€ftemangel in den IT-Abteilungen ohne weibliche Talente kaum lösen kann, halten sich veraltete Stereotype in der Branche hartnĂ€ckig. Eine neue Bitkom-Studie anlĂ€sslich des Weltfrauentags zeigt: Noch immer hĂ€lt fast jedes zweite Unternehmen MĂ€nner fĂŒr schlichtweg besser geeignet fĂŒr Tech-Berufe.

Diese Vorurteile spiegeln sich auch in den nackten Zahlen der reprÀsentativen Befragung unter 603 Unternehmen wider: In keiner einzigen deutschen IT- oder Digitalabteilung (0 Prozent) arbeiten derzeit mehr Frauen als MÀnner. In 89 Prozent der Unternehmen stellen Frauen in diesen Fachbereichen weniger als die HÀlfte der Belegschaft. Lediglich 9 Prozent berichten von einem annÀhernd ausgeglichenen GeschlechterverhÀltnis.

Deutsche Wirtschaft unter den NachzĂŒglern

Dementsprechend kritisch bewertet die Wirtschaft ihre eigene Leistung: Zwei Drittel (67 Prozent) sehen Deutschland beim Thema Gleichstellung in IT-Berufen im internationalen Vergleich unter den NachzĂŒglern. Ganze 17 Prozent glauben gar, die deutsche Wirtschaft habe den Anschluss bereits komplett verpasst.

Die Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt allerdings auch, dass in den Chefetagen durchaus ein Problembewusstsein vorhanden ist: 78 Prozent der Firmenvertreter stimmen zu, dass die Wirtschaft ohne Frauen ihre Zukunft verspielt. 65 Prozent sehen in ihnen den SchlĂŒssel, um den massiven IT-FachkrĂ€ftemangel zu lindern. Auch die Vorteile gemischter Teams sind unumstritten: Neun von zehn Unternehmen loben das bessere Betriebsklima, acht von zehn bescheinigen gemischten Teams eine höhere ProduktivitĂ€t und KreativitĂ€t.

Vorurteile "in zu vielen Unternehmen verankert"

Trotz dieser Erkenntnis prĂ€gen Vorurteile den Einstellungsalltag: 43 Prozent der Unternehmen geben offen an, MĂ€nner seien fĂŒr IT- und Digitalberufe einfach besser geeignet. Fast die HĂ€lfte (48 Prozent) glaubt, dass solche Berufe Frauen abschrecken. "Stereotype Rollenbilder sind noch in zu vielen Unternehmen verankert", kritisierte Bitkom-PrĂ€sident Ralf Wintergerst.

Als grĂ¶ĂŸte Bremsklötze fĂŒr Frauenkarrieren in der IT identifizieren die Unternehmen HĂŒrden beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit (50 Prozent) sowie eine mangelnde Sensibilisierung der FĂŒhrungskrĂ€fte (48 Prozent). Zudem klagen 39 Prozent der befragten Firmen ĂŒber eine "glĂ€serne Decke", die Frauen trotz gleicher Qualifikation benachteiligt. Ein weiteres Problem liegt im Betriebsklima selbst: In mehr als jedem dritten Unternehmen (35 Prozent) wird Frauenförderung von Teilen der mĂ€nnlichen Belegschaft als ungerecht empfunden. Generell halten 28 Prozent der Unternehmen Frauenförderung fĂŒr nicht mehr notwendig.

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