WDH, Porsche

WDH 2: Porsche blickt mit Verbrenner-Strategie positiv nach vorn

23.09.2025 - 16:33:46 | dpa.de

(Wiederholung mit durchgÀngig berichtigtem Nachnamen: Reimold.)LEIPZIG/SCHWARZENBERG - Der Sportwagenbauer Porsche AG DE000PAG9113 sieht sich nach der umstrittenen Entscheidung, Verbrenner-Modelle lÀnger im Programm zu behalten, weiter auf Kurs.

(Wiederholung mit durchgÀngig berichtigtem Nachnamen: Reimold.)

LEIPZIG/SCHWARZENBERG (dpa-AFX) - Der Sportwagenbauer Porsche AG DE000PAG9113 sieht sich nach der umstrittenen Entscheidung, Verbrenner-Modelle lĂ€nger im Programm zu behalten, weiter auf Kurs. "FĂŒr mich ist es keine Umkehr", sagte Produktionsvorstand Albrecht Reimold in Leipzig. Er sprach von ErgĂ€nzungen der Produktstrategie, die unterschiedliche MarktbedĂŒrfnisse abbilden sollen. Reimold stellte zugleich klar, dass Porsche an der ElektromobilitĂ€t festhĂ€lt. Die Elektro-Strategie werde weiterverfolgt. "Die Nachhaltigkeit wird uns nicht verlassen", sagte er.

Risiko bei Porsche hat Tradition

Risiken gehören fĂŒr Reimold zum GeschĂ€ft. "Porsche muss erfolgreich sein", betonte er. Jede mutige Entscheidung sei zugleich ein Risiko. Als Beispiele nannte er den Einstieg in SUVs Anfang der 2000er Jahre und die sogenannte "Mission E". Dabei handelt es sich um eine Konzeptstudie, mit der Porsche 2015 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) einen rein elektrisch betriebenen Sportwagen prĂ€sentierte.

FĂŒr die Produktion spielt auch der Werkzeugbau im sĂ€chsischen Schwarzenberg eine wichtige Rolle, den Porsche vor rund zehn Jahren vom Roboterbauer Kuka ĂŒbernommen hat. "Den Werkzeugbau von Kuka zu ĂŒbernehmen, ist eine der besten Entscheidungen, die wir getroffen haben", sagte Reimold. Damit habe sich Porsche eigenes Know-how fĂŒr Presswerkzeuge gesichert, die fĂŒr die Serienproduktion neuer Fahrzeuge benötigt werden.

Sparen, ohne dass der Kunde es merkt

Zugleich kĂŒndigte Reimold Effizienzsteigerungen an. "KomplexitĂ€t, die der Kunde nicht sieht, muss deutlich reduziert werden", sagte er. Kostenarbeit sei entscheidend - allerdings so, dass der Kunde davon nichts merke.

Porsche hatte angekĂŒndigt, Verbrennermodelle lĂ€nger im Programm zu halten als bislang geplant. Das bringt Sonderlasten von weiteren rund 1,8 Milliarden Euro, insgesamt summieren sich die Kosten fĂŒr den Konzernumbau damit in diesem Jahr auf gut 3,1 Milliarden Euro. Vorstandschef Oliver Blume sprach von "massiven UmwĂ€lzungen im Umfeld der Automobilindustrie" und verwies auf neue MarktrealitĂ€ten und KundenwĂŒnsche.

Von der Überholspur in die Krise

Die Belastungen drĂŒcken Porsche tief in die Krise: AbsatzrĂŒckgĂ€nge vor allem in China und den USA sowie US-Einfuhrzölle ließen den KonzernĂŒberschuss im ersten Halbjahr um mehr als 70 Prozent auf 718 Millionen Euro sinken. Auch Mutterkonzern Volkswagen DE0007664039 und die Dachgesellschaft Porsche SE DE000PAH0038 senkten wegen der Milliardenlasten ihre Prognosen.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68217278 |