Wiener, Haubenlokal

Wiener Haubenlokal serviert Gold-Schnitzel für 395 Euro

22.01.2026 - 19:43:12

Das Wiener Restaurant 'Die Spelunke' serviert ein mit Blattgold veredeltes Wagyu-Schnitzel für 395 Euro und polarisiert zwischen Luxus und Tradition.

Ein Wiener Restaurant entfacht mit einem Luxus-Schnitzel eine landesweite Debatte. Das Haubenlokal „Die Spelunke“ bietet das „Kaiser Franz“-Schnitzel für 395 Euro an. Die Kreation polarisiert zwischen Tradition und Dekadenz.

Was steckt im goldenen Schnitzel?

Das Gericht ist eine Neuinterpretation des Nationalgerichts. Sein Herzstück ist ein Filet vom japanischen Wagyu-Rind, das klassisch paniert und gebacken wird. Die extravagante Veredelung: eine Auflage aus 23-karätigem Blattgold.

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Serviert wird das Luxus-Schnitzel für zwei Personen mit:
* 125 Gramm Royal Caviar Imperial Auslese
* Babyerdäpfeln, Salatherzen und Preiselbeeren
* Einem eigens entwickelten Zitronenparfum

Kulinarisches Statement statt PR-Gag

Die Betreiber betonen, es handle sich nicht um einen reinen PR-Coup. „Wir wollten die Grenzen der österreichischen Küche ausloten“, sagt Inhaber Michael Dvoracek. Küchenchef Alexander Knelle stellt das Handwerk und die Produktqualität in den Vordergrund.

Die Zielgruppe sind internationale, zahlungskräftige Touristen. Sie sollen ihr Geld bewusst in Österreich ausgeben. Doch ist das noch Tradition oder schon blanker Luxus?

Schnitzel-Debatte trifft auf hohe Kosten

Die Einführung fällt in eine hitzige Phase. Erst kürzlich kritisierte Starkoch Johann Lafer die Qualität vieler Schnitzel. Für Preise über 20 Euro werde oft nur tiefgekühlte Fertigware serviert.

Gleichzeitig kämpfen Gastronomen mit steigenden Kosten für Lebensmittel, Energie und Personal. Ein klassisches Kalbsschnitzel kostet in Top-Lokalen mittlerweile oft über 25 Euro. Vor diesem Hintergrund wirkt der Preis von 395 Euro extrem.

Geteilte Meinungen: Dekadenz oder Wertschöpfung?

Die Reaktionen in den sozialen Medien sind gespalten. Kritiker sehen unnötige Dekadenz und einen abgehobenen Akt. Befürworter applaudieren dem unternehmerischen Mut und der geschaffenen Aufmerksamkeit.

Manche argumentieren, solche Angebote stärkten die Wertschöpfung und generierten Steuereinnahmen. In einer Metropole wie Wien gebe es einen Markt für Exklusivität. Die Diskussion spiegelt gesellschaftliche Strömungen wider, in denen Luxus auf wachsende Sensibilität für Ungleichheit trifft.

Startet ein Trend zur Premiumisierung?

Ob sich das Gold-Schnitzel dauerhaft etabliert, ist offen. Bislang steht es nicht auf der regulären Online-Karte des Restaurants. Die intensive Debatte zeigt jedoch: Essen ist Kultur, Statement und Emotion.

Die bewusste Inszenierung von Luxus am Teller könnte in der Spitzengastronomie weiter an Bedeutung gewinnen. Die „Spelunke“ hat mit einer Kreation eine fundamentale Frage auf den Tisch gebracht: Welchen Wert messen wir Lebensmitteln und Tradition bei?

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