Windows 11 verliert Nutzer – viele kehren zu Windows 10 zurück
29.01.2026 - 17:44:12Microsofts Flaggschiff-Betriebssystem verliert erstmals Marktanteile. Immer mehr Nutzer wechseln zurück zum alten Windows 10 – trotz auslaufendem Support. Schuld sind technische Pannen und ein wachsendes Misstrauen.
Nach monatelangem Wachstum zeigt die Kurve für Windows 11 jetzt deutlich nach unten. Aktuelle Daten belegen einen unerwarteten Trend: Statt auf das moderne System zu migrieren, kehren zahlreiche Anwender zum über zehn Jahre alten Vorgänger zurück. Dieser Rückschritt stellt Microsofts gesamte Verkaufsstrategie infrage und offenbart tiefgreifende Probleme.
Marktdaten zeigen eindeutigen Abwärtstrend
Die Zahlen des Analysehauses Statcounter sind alarmierend. Nach einem Höchststand von 55,18 Prozent im Oktober 2025 brach der Marktanteil von Windows 11 ein. Bis Dezember fiel er auf rund 50,7 Prozent – ein Minus von etwa 4,5 Prozentpunkten in nur zwei Monaten.
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Der Gewinner dieser Entwicklung ist eindeutig Windows 10. Dessen Anteil stieg im gleichen Zeitraum von 41,71 auf 44,68 Prozent. Selbst das nicht mehr unterstützte Windows 7 verzeichnete leichte Zuwächse. Diese Verschiebung betrifft Millionen von Geräten und widerspricht dem natürlichen Lebenszyklus von Betriebssystemen. Normalerweise verdrängt die neue Version stetig die alte.
Pannen, Werbung und Misstrauen schrecken ab
Was treibt die Nutzer zurück? Der Jahresstart 2026 war für Windows 11 katastrophal. Das Januar-Update verursachte massive Probleme. Berichte reichen von Rechnern, die nicht mehr herunterfuhren, bis hin zum kompletten Boot-Ausfall mit der Fehlermeldung „UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME“.
Doch die technischen Pannen sind nur die Spitze des Eisbergs. Analysten sehen ein grundlegendes „Vertrauensproblem“. Nutzer stören sich an der zunehmenden Werbung im System, dem aggressiven Push für KI-Features wie Copilot und Datenschutzbedenken. Ein Skandal um die Herausgabe von BitLocker-Wiederherstellungsschlüsseln an Behörden hat das Misstrauen zusätzlich vergrößert. Für viele überwiegen die Nachteile klar die Vorteile des moderneren Systems.
Unternehmen zögern, Hardware schließt aus
Der Widerstand kommt nicht nur von Privatanwendern. Viele Unternehmen verzögern die Umstellung bewusst. Der Grund: Leistungs- und Kompatibilitätsprobleme. In dokumentierten Fällen lief spezielle Unternehmenssoftware auf Windows 11 deutlich langsamer. Daher ziehen Firmen es vor, teure erweiterte Sicherheitsupdates für Windows 10 zu kaufen, statt Produktivität zu riskieren.
Eine weitere Hürde sind die strikten Hardware-Anforderungen. Millionen funktionstüchtiger, älterer PCs können wegen fehlender spezieller Prozessoren oder des TPM 2.0-Security-Chips nicht offiziell upgraden. Diese Nutzer bleiben Windows 10 treu, bis die Hardware ersetzt wird. Diese künstliche Barriere hat die Migrationslandschaft im Vergleich zu früheren Windows-Wechseln grundlegend verändert.
Widerspruch: Eine Milliarde Geräte, aber sinkende Nutzung
Die Geschichte eines kämpfenden Betriebssystems wird durch Microsofts eigene Erfolgsmeldungen kompliziert. Das Unternehmen gab kürzlich bekannt, Windows 11 habe die Marke von einer Milliarde aktiver Geräte überschritten – schneller als Windows 10.
Wie passt das zu den sinkenden Marktanteilen? Der Unterschied liegt zwischen kumulativer Installation und aktiver Nutzung. Zwar wurde Windows 11 auf einer Milliarde Geräten aktiviert, doch Statcounter misst, welches System Menschen täglich im Web nutzen. Der Rückgang zeigt: Selbst wenn viele Windows 11 probiert haben, entscheiden sie sich aktiv für Windows 10. Ein beunruhigendes Signal für Redmond.
Kann Microsoft den Trend noch wenden?
Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Microsoft arbeitet angeblich an grundlegenden Plattform-Verbesserungen für Windows 11, um Stabilität und Leistung zu erhöhen. Doch die Uhr tickt: Der Support-Ende-Termin für Windows 10 rückt näher.
Der Druck wächst, Nutzer nicht nur vom notwendigen, sondern auch vom wünschenswerten Upgrade zu überzeugen. Wenn die fehlerhaften Updates und Vertrauensfragen anhalten, könnten mehr Nutzer und Firmen als erwartet auf kostenpflichtige Windows-10-Updates setzen – oder sogar alternative Betriebssysteme prüfen. Der aktuelle Trend ist eine klare Lektion: Bei Betriebssystemen zählen oft Stabilität und Nutzerzufriedenheit mehr als der bloße Reiz des Neuen.
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