Bundeswirtschaftsministerin Reiche kritisiert Arbeit der EU-Kommission
26.02.2026 - 14:27:01 | dpa.de"Der Industrial Accelerator Act ist der 50. Vorschlag, parallel zu schon 49 existierenden, wie europĂ€isch beschafft werden soll", sagte die Politikerin in BrĂŒssel. Das könne "keiner mehr ĂŒberblicken". Der erwartete Vorschlag fĂŒr ein Gesetz zur StĂ€rkung der Industrie enthalte auĂerdem 30 zusĂ€tzliche Subregelungen. "Das ist zu kompliziert."
Reiche sagte bei einem Treffen der fĂŒr WettbewerbsfĂ€higkeit zustĂ€ndigen europĂ€ischen Minister: "Das ist das Gegenteil von EntbĂŒrokratisierung. Wir brauchen mehr FreirĂ€ume, wir brauchen mehr SpielrĂ€ume und weniger Regeln aus BrĂŒssel."
"Made with Europe"
In der EU wird darĂŒber diskutiert, ob mit öffentlichen Geldern bevorzugt europĂ€ische Produkte und Dienstleistungen gekauft werden sollen. Reiche kritisierte, dass ein solcher "Made in Europe"-Ansatz die Beziehungen zu anderen LĂ€ndern negativ beeinflussen wĂŒrde. Man könne ja nicht "Partner wie Kanada einladen, mit uns zu handeln" und gleichzeitig sagen: "Wir kaufen nur noch europĂ€isch". Sie sprach sich fĂŒr einen "Made with Europe"-Ansatz aus, der auch Produkte von Handelspartnern einschlieĂen wĂŒrde.
Kritik an der Arbeit der Kommission wird auch in einem Positionspapier deutlich, das Reiche und 12 europĂ€ische Kollegen abgestimmt haben. Ăberschneidungen und WidersprĂŒche in Regelungen mĂŒssten beseitigt werden, heiĂt es darin unter anderem.
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