WKO, Oberösterreich

WKO Oberösterreich startet ÖKO-PLUS-Förderung 2026

29.01.2026 - 11:53:12

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich startet ein Beratungsförderprogramm, um Unternehmen bei komplexen EU-Nachhaltigkeitsvorgaben wie CBAM und EUDR zu unterstützen. Geförderte Leistungen dürfen nur von gelisteten Experten erbracht werden.

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich hat heute die Weichen für die neue Förderperiode gestellt. Ihr Programm ÖKO-PLUS 2026 subventioniert ab März gezielt Beratung für KMU. Hintergrund sind verschärfte EU-Regeln, die viele Betriebe vor massive bürokratische Hürden stellen.

Der Andrang beim Auftaktworkshop in Linz war groß. Zahlreiche Unternehmensberater der Fachgruppe UBIT informierten sich über die Neuerungen. Das Programm startet offiziell am 1. März. Angesichts komplexer Nachhaltigkeitsvorgaben wird qualifizierte Beratung für viele Betriebe zur Überlebensfrage.

Geschlossener „Berater-Pool“ als Qualitätsgarant

Ein zentrales Ergebnis: Nur noch gelistete Experten dürfen geförderte Leistungen abrechnen. Zugelassen sind ausschließlich Berater, die am heutigen Workshop oder einem Folgetermin am 5. Februar teilgenommen haben.

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Das Fördermodell bleibt attraktiv und gliedert sich in zwei Stufen:
* Förderstufe 1 (Impulsberatung): 100 Prozent der Kosten, maximal 750 Euro.
* Förderstufe 2 (Umsetzungsberatung): 50 Prozent der Kosten, maximal 1.500 Euro.

Branchenbeobachter sehen in der voll finanzierten Erstberatung einen klugen Schachzug. Sie soll Hemmschwellen bei Kleinbetrieben abbauen und so die Breitenwirkung erhöhen.

EU-Bürokratie als Haupttreiber

Die inhaltlichen Schwerpunkte haben sich verschoben. Dominierten früher Themen wie Heizungstausch, stehen nun komplexe EU-Regularien im Fokus.

Besonderes Augenmerk liegt auf:
* CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism): Für exportierende Zulieferbetriebe, etwa in der Stahl- oder Aluminiumverarbeitung.
* EUDR (EU Deforestation Regulation): Betrifft Unternehmen mit bestimmten Rohstoffen in ihrer Lieferkette.

Fehlen die geforderten CO₂-Nachweise oder Herkunftszertifikate, drohen Strafzahlungen oder der Verlust von Großkundenaufträgen. Die neue Förderung soll genau hier ansetzen und Beratung zu Carbon Footprints oder Nachhaltigkeitsberichten unterstützen.

Synergie mit bundesweiter Sanierungsoffensive

Das regionale Beratungsprogramm flankiert die massive Sanierungsoffensive 2026 des Bundes. Während diese die „Hardware“ wie Wärmepumpen finanziert, liefert ÖKO-PLUS die notwendige „Software“ – also Planung und Know-how.

Ein Praxisbeispiel: Ein Betrieb finanziert über ÖKO-PLUS zunächst einen Energieaudit (Software). Auf Basis dieser Planung beantragt er dann Investitionszuschüsse des Bundes für die neue Anlage (Hardware). Ohne qualifizierte Vorberatung scheitern viele Anträge an Formalien.

Startschuss fällt im März

Mit dem heutigen Workshop ist der Startschuss gefallen. Ab 1. März können Mitgliedsbetriebe Anträge stellen. Da das Budget begrenzt ist und nach dem Windhundprinzip vergeben wird, rechnen Branchenkreise mit einem regelrechten „Run“ auf die Fördertöpfe.

Für Ingenieurbüros steht der verpflichtende Workshop noch am 5. Februar an. Erst dann steht der komplette Beraterpool bereit. Unternehmen wird geraten, frühzeitig Kontakt zu geschulten Experten aufzunehmen, um bei Start handlungsfähig zu sein.

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