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Frankfurt Schluss: Dax stabil nach Einbruch um fast 1.500 Punkte

06.08.2024 - 17:59:42 | dpa.de

Wundenlecken hat am Dienstag das Motto an den internationalen AktienmÀrkten gelautet.

Nach einem Einbruch des Dax DE0008469008 um bis zu fast 1.500 Punkte in nur drei Börsentagen ist der freie Fall zunÀchst beendet. Am Abend schloss der deutsche Leitindex mit einem moderaten Plus von 0,09 Prozent bei 17.354,32 Punkten. Der MDax DE0008467416 schlug sich mit einem Aufschlag von 0,48 Prozent auf 24.080,17 Punkte etwas besser.

Zwar hielt sich der Dax recht deutlich ĂŒber dem Tief vom Vortag, als er unter die Marke von 17.000 ZĂ€hlern zu fallen drohte. Zu einer stĂ€rkeren Gegenbewegung auf die jĂŒngsten hohen Verluste reichte es aber nicht. Die Bank HSBC konstatierte, dass es immerhin der grĂ¶ĂŸte Drei-Tages-Verlust des Dax seit der Corona-Krise im Jahr 2020 gewesen sei.

Von einer "ersten Beruhigung nach der Panik" sprach Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Der Markt habe nun die Chance auf eine Bodenbildung in den kommenden ein bis zwei Wochen. Von einer "gewissen Marktbereinigung" schrieben die Börsenexperten von Index Radar, denn kurzfristig dĂŒrften "alle zittrigen HĂ€nde verkauft haben". Marktindikatoren zeichneten das Bild eines "krĂ€ftigen Sommergewitters, dem wieder Sonnenschein folgt".

Sorgen ĂŒber eine Rezession in den USA hatten die Weltbörsen seit Donnerstag einknicken lassen. Die Experten von Capital Economics Ă€ußerten sich aber zuversichtlich. Trotz zuletzt schwacher Daten vom Arbeitsmarkt sei eine sogenannte "weiche Landung" der US-Wirtschaft noch immer das wahrscheinlichste Szenario. Im Falle weiterer Turbulenzen an den MĂ€rkten könne die US-Notenbank die Geldpolitik schneller lockern als bislang gedacht.

Angesichts der Kursverluste geriet die Saison der Quartalsbilanzen fast zur Nebensache. Als Dax-Schlusslicht bĂŒĂŸten Bayer-Aktien gut 6 Prozent ein. Die Papiere wĂŒrden nach wie vor von einem hohen Risikoabschlag belastet, schrieb Analyst Peter Spengler von der DZ Bank mit Blick auf Glyphosat-Klagen in den USA.

Die stark schwankungsanfĂ€lligen Aktien von Zalando DE000ZAL1111 fielen um 1,9 Prozent. Analyst Yashraj Rajani von der Bank UBS monierte beim Online-HĂ€ndler zurĂŒckhaltende Ziele fĂŒr 2024.

An die Spitze des MDax setzten sich die Papiere von Rational DE0007010803 mit plus 8,5 Prozent. Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank attestierte dem GroßkĂŒchenausrĂŒster ein solides Umsatzwachstum im zweiten Quartal. Die Anteile von Carl Zeiss Meditec DE0005313704 gewannen nach der Quartalsbilanz des Medizintechnikherstellers 4,1 Prozent.

Europas große Börsen schlossen uneinheitlich, insgesamt aber wenig bewegt. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 ging 0,08 Prozent höher aus dem Handel bei 4.575,22 Punkten. Die Börse in ZĂŒrich schloss leicht im Minus, die Londoner dagegen moderat im Plus. In den USA erholte sich der Dow Jones Industrial US2605661048 zum europĂ€ischen Handelsschluss um 0,6 Prozent.

Der Euro EU0009652759 gab nach der Rally vom Vortag wieder nach und notierte zuletzt auf 1,0930 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs mit 1,0915 Dollar noch etwas tiefer festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,12 Prozent am Montag auf 2,17 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 fiel um 0,39 Prozent auf 126,76 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 verlor am Abend 0,07 Prozent auf 135,10 Punkte./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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