KI-Video im ZDF - Chefredakteurin prĂŒft weitere Konsequenzen
24.02.2026 - 18:34:26 | dpa.de"Die schauen wir uns im Moment sehr genau an. Das kann auch arbeitsrechtlich noch Konsequenzen haben", sagte sie der "SĂŒddeutschen Zeitung". Bei der Abnahme des Beitrags "hĂ€tte Alarm schrillen mĂŒssen, weil erkennbar Material aus dem Netz verwendet wurde". In der Kommunikation des ZDF zu dem Fall sei "die Tragweite des Themas spĂ€t erkannt" worden.
Schausten verteidigte auĂerdem die Abberufung der New-York-Studioleiterin Nicola Albrecht. "Der Grund fĂŒr ihre Abberufung war, dass sie unprofessionell mit Bildmaterial umgegangen ist. Sie wollte einen Beitrag, den sie bereits fĂŒrs "Mittagsmagazin" gefertigt hatte, variieren und hat dabei auf Bildmaterial aus dem Netz zurĂŒckgegriffen, das sie nicht noch mal eigens geprĂŒft hat", sagte Schausten. "Dadurch war eine Szene in dem Beitrag, die aus einem anderen Kontext stammte. Und dann noch eine KI-generierte Szene, die ebenfalls nicht in den Beitrag hĂ€tte hineingeschnitten werden dĂŒrfen." Hinweise auf eine bewusste TĂ€uschung gebe es aber nicht.
ZDF bat Zuschauer um Entschuldigung
Das ZDF hatte vor rund einer Woche mit einem Nachrichtenbeitrag im "heute journal" ĂŒber die EinsĂ€tze der US-Migrationsbehörde ICE fĂŒr Aufsehen gesorgt, weil die Redaktion darin unter anderem mit KI generierte Bilder verwendet hatte. Im "heute journal" rĂ€umte das ZDF spĂ€ter Fehler ein und bat die Zuschauer um Entschuldigung. Zudem berief der Sender am Freitag die New York-Korrespondentin Albrecht nach dem fehlerhaften Beitrag mit sofortiger Wirkung ab.
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