Zealand Pharma und Roche melden Erfolg mit neuem Abnehm-Mittel
07.03.2026 - 12:10:07 | boerse-global.deZealand Pharma und Roche haben positive Studiendaten fĂŒr ihren neuen Wirkstoff Petrelintid veröffentlicht. Das Amylin-Analogon erzielte eine zweistellige Gewichtsreduktion â bei einer VertrĂ€glichkeit auf Placebo-Niveau. Zeitgleich liefern neue Studien ĂŒberraschende Erkenntnisse zu etablierten GLP-1-Medikamenten.
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Petrelintid: Neue Wirkklasse ĂŒberzeugt in Phase-2-Studie
In der ZUPREME-1-Studie verloren Teilnehmer mit der höchsten Dosis nach 42 Wochen durchschnittlich 10,7 Prozent ihres Körpergewichts. Die Placebo-Gruppe nahm lediglich 1,7 Prozent ab. Der Wirkmechanismus von Petrelintid unterscheidet sich grundlegend von bekannten Abnehmspritzen wie Wegovy. Es ahmt das Hormon Amylin nach, steigert das SĂ€ttigungsgefĂŒhl und stellt die Leptin-Empfindlichkeit wieder her.
Experten sehen darin eine vielversprechende Alternative fĂŒr Patienten, die GLP-1-Medikamente nicht vertragen. âDieser Ansatz bietet eine echte Option abseits der etablierten Pfadeâ, kommentiert ein unabhĂ€ngiger Mediziner.
Nebenwirkungen fast wie bei Placebo â doch die Börse zuckt
Das herausragende Ergebnis der Studie ist das Sicherheitsprofil. In der effektivsten Dosisgruppe trat kein einziges Erbrechen auf. Die Abbruchquote wegen Magen-Darm-Beschwerden lag bei 4,8 Prozent â fast identisch zum Placebo-Wert von 4,9 Prozent. Dennoch stĂŒrzten die Aktien von Zealand Pharma nach der Bekanntgabe um ĂŒber 30 Prozent ab.
Der Grund: Extrem hohe Erwartungen. Einige Investoren hatten auf 13 bis 16 Prozent Gewichtsverlust spekuliert, um direkt mit den MarktfĂŒhrern Eli Lilly und Novo Nordisk mithalten zu können. Analysten betonen jedoch, dass die Studie klinisch ein voller Erfolg war. âNicht jeder Patient braucht eine Maximaltherapie. FĂŒr viele ist eine gute VertrĂ€glichkeit im Alltag entscheidendâ, so ein Branchenkenner.
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GLP-1-Medikamente: Schutz vor Sucht und der Jo-Jo-Effekt
Parallel zu den Neuentwicklungen liefert die Forschung aktuelle Erkenntnisse zu bestehenden PrĂ€paraten. Eine groĂe US-Studie im Fachjournal âBMJâ zeigt: Wirkstoffe wie Semaglutid können das Risiko fĂŒr Suchterkrankungen signifikant senken.
Patienten unter dieser Medikation entwickelten bis zu 25 Prozent seltener eine Opioid-AbhĂ€ngigkeit. Das Risiko fĂŒr Alkoholmissbrauch sank um 18 Prozent. Mediziner diskutieren nun einen Einsatz in der Suchttherapie.
Doch eine andere Studie der University of Cambridge warnt vor dem Absetzen der Medikamente. Etwa ein Jahr nach Therapieende haben Patienten im Schnitt bereits 60 Prozent des verlorenen Gewichts wieder zugelegt. Langfristig lieĂe sich ohne fortlaufende Einnahme nur ein Viertel des Effekts halten. Diese Daten unterstreichen die Notwendigkeit gut vertrĂ€glicher, dauerhafter Therapien â und machen Alternativen wie Petrelintid noch relevanter.
Der nÀchste Schritt: Kombinationen und Zulassungsstudien
FĂŒr Petrelintid stehen nun die Weichen fĂŒr die entscheidende Phase-3-Entwicklung. Noch in diesem Jahr soll das Zulassungsstudienprogramm starten. Zudem planen Zealand und Roche, den Wirkstoff mit anderen Mechanismen zu kombinieren.
Bereits in der ersten JahreshĂ€lfte 2026 soll eine Studie beginnen, die Petrelintid mit Roches eigenem GLP-1/GIP-Agonisten CT-388 testet. Das Ziel: die Wirksamkeit der stĂ€rksten PrĂ€parate erreichen â ohne deren typische Nebenwirkungen. Die Forschung verschiebt ihren Fokus zunehmend von der maximalen Gewichtsreduktion hin zur langfristigen LebensqualitĂ€t der Patienten.
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