Kandidaten liefern sich in SWR-'Wahlarena' Schlagabtausch
13.03.2026 - 05:56:58 | dpa.deZehn Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben Spitzenkandidaten der Parteien in einer Fernsehdebatte ihre Positionen verdeutlicht.
Unter anderem ging es in der SWR-Sendung "Rheinland-Pfalz wÀhlt - Die Wahlarena" um die Gesundheitsversorgung im lÀndlichen Raum. Der Spitzenkandidat der CDU, Gordon Schnieder, kritisierte ein "kaltes planloses Krankenhaussterben" gerade der kleinen HÀuser im Norden des Landes.
Er verfolge das Ziel der Praxisklinik, bei der das Land mit den Kommunen zusammen die haus-, fachÀrztliche und stationÀre Versorgung jeden Tag 24 Stunden sicherstelle.
MinisterprĂ€sident Alexander Schweitzer (SPD) sprach von "Rekordzahlen" im Landeshaushalt fĂŒr die Krankenhausinvestitionen. "Wir brauchen ĂŒberall gute Versorgung durch KrankenhĂ€user, durch Ărzte und dafĂŒr strengen wir uns an." Er sei fĂŒr die Regioklinik, die einen Mix aus ambulanter und stationĂ€rer Versorgung anbietet.
Der Spitzenkandidat der Freien WĂ€hler, Joachim Streit, versprach: "Mit den Freien WĂ€hlern in der Regierung wird kein Krankenhaus mehr im lĂ€ndlichen Raum geschlossen." AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger kritisierte, es sei unverantwortlich, dass so viele HĂ€user schlieĂen mussten.
Schweitzer: "Mein Vorschlag ist, dass wir uns alle unterhaken"
Besorgnis zeigten die Kandidaten ĂŒber den Verlust von IndustriearbeitsplĂ€tzen. Das Land brauche auch weiterhin eine Industrieproduktion. Schweitzer bedauerte, dass die Ansiedlung eines Unternehmens fĂŒr Batteriespeicher in der Westpfalz gescheitert sei. "Mein Vorschlag ist, dass wir uns alle unterhaken. Es geht um den Industriestandort Deutschland."
Bollinger bestritt, dass die AfD auch fĂŒr den Mangel an auslĂ€ndischen FachkrĂ€ften verantwortlich sei. Rebecca Ruppert (Linke) warf ihm hingegen vor, seine Partei verbreite "Rassismus ohne Ende". Bollinger machte vielmehr eine "ideologische Politik" mit der Förderung bestimmter Technologien fĂŒr den Verlust von ArbeitsplĂ€tzen verantwortlich.
In der Sendung "Die Wahlarena" stellen sich am Abend die Spitzenkandidaten von SPD, CDU, AfD, GrĂŒnen, Linken, Freien WĂ€hlern und FDP den Fragen des Publikums. Es ging auch um Bildung und Klima.
Am 22. MÀrz wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewÀhlt. Die CDU will nach 35 Jahren in der Opposition stÀrkste Partei werden und MinisterprÀsident Alexander Schweitzer (SPD) ablösen. In bisherigen Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Parteien ab.
Seit zehn Jahren regiert in dem Bundesland ein Ampel-BĂŒndnis aus SPD, GrĂŒnen und FDP. Die FDP kĂ€mpft um den Wiedereinzug ins Parlament.
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