ZeroDayRAT: Neue Spionagesoftware bedroht Smartphones
12.02.2026 - 00:12:12Eine neue, kommerziell vertriebene Spionagesoftware namens ZeroDayRAT verspricht Kriminellen die vollständige Fernkontrolle über Android- und iOS-Geräte. Experten warnen vor einer alarmierenden Eskalation der mobilen Bedrohungslage. Die Schadsoftware wird aktiv auf Plattformen wie Telegram beworben und macht hochkomplexe Angriffswerkzeuge einem breiten Täterkreis zugänglich. Persönliche Daten, von Banking-Informationen bis zu privaten Chats, sind damit in größerer Gefahr denn je.
Smishing und Phishing erreichen Rekordniveau
Die Gefahr durch ZeroDayRAT ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Bundesnetzagentur warnte diese Woche dringend vor einer neuen Welle von SMS-Betrug, sogenanntem Smishing. Dabei geben sich Täter als Banken oder Finanzdienstleister aus und behaupten unautorisierte Zahlungen, um Panik zu erzeugen. Die Opfer sollen auf Links klicken oder Nummern anrufen, wo dann Zugangsdaten abgegriffen werden.
Parallel verzeichnet die Verbraucherzentrale eine ungebrochen hohe Zahl an Phishing-E-Mails. Sie zielen auf Kunden von Diensten wie WEB.DE, Netflix, PayPal und Banken ab. Diese Angriffe werden immer professioneller und sind von echten Benachrichtigungen kaum zu unterscheiden.
KI macht Betrug fast perfekt
Ein Hauptgrund für die steigende Gefährlichkeit ist Künstliche Intelligenz. Während frühere Phishing-Mails oft an schlechter Grammatik scheiterten, erstellen KI-Systeme heute massenhaft fehlerfreie und überzeugende Nachrichten. Experten warnen zudem vor der Zunahme von Deepfakes.
KI kann Stimmen und Videoaufnahmen so täuschend echt imitieren, dass sie für Betrugsmaschen wie den „Enkeltrick“ oder „CEO-Fraud“ in Unternehmen eingesetzt werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bewertet die IT-Sicherheitslage in Deutschland als angespannt. Die Professionalität und Schlagzahl der Angriffe nehme kontinuierlich zu.
So schützen Sie sich konkret
Angesichts der eskalierenden Bedrohung ist Selbstschutz unerlässlich. Der wichtigste Mechanismus bleibt eine gesunde Skepsis.
* Nie auf Links klicken in unaufgeforderten E-Mails oder SMS, ohne den Absender zweifelsfrei zu prüfen.
* Sensible Daten nie eingeben auf Seiten, die über solche Links erreicht werden. Stattdessen die offizielle Webseite manuell im Browser aufrufen.
* Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) überall aktivieren, wo möglich. Sie bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, selbst wenn das Passwort gestohlen wurde.
Um über aktuelle Gefahren informiert zu bleiben, wurde diese Woche die kostenlose App „CYROS“ vorgestellt. Sie informiert wie ein Wetterdienst über die tägliche Cybersicherheitslage und gibt Handlungsempfehlungen.
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Warum das Smartphone im Fokus steht
Das Smartphone ist zum zentralen Angelpunkt des digitalen Lebens geworden – als Geldbörse, Kommunikationszentrale und Schlüssel zu unzähligen Konten. Genau diese Zentralisierung macht es zum Hauptziel. Ein erfolgreicher Angriff mit Software wie ZeroDayRAT gewährt Zugriff auf fast alle Lebensbereiche des Opfers, von der Live-Standortverfolgung bis zum Mitlesen privater Nachrichten.
Die Analyse zeigt einen klaren Trend: weg von breit gestreuten Attacken, hin zu gezielten und psychologisch ausgeklügelten Methoden. Täter nutzen aktuelle Ereignisse wie Steuerfristen oder Paketlieferungen, um ihre Maschen glaubwürdiger zu gestalten. Das Bundeskriminalamt (BKA) betont das enorme Schadenspotenzial von Ransomware und Datendiebstahl für Wirtschaft und Bevölkerung.
Im Ernstfall schnell handeln
Sollten Sie Opfer eines Betrugs werden, ist schnelles Handeln entscheidend:
1. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, um Konten und Karten sperren zu lassen.
2. Ändern Sie sofort alle betroffenen Passwörter.
3. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei – in jeder Dienststelle oder online über die „Onlinewache“ Ihres Bundeslandes.
Jede Meldung hilft den Behörden, Tatzusammenhänge zu erkennen und andere potenzielle Opfer zu warnen.
@ boerse-global.de
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