Zoll warnt vor gefÀhrlichem Smartphone-Zubehör
26.01.2026 - 01:46:12Der deutsche Zoll appelliert anlässlich des heutigen Weltzolltags eindringlich an Verbraucher. Billiges oder gefälschtes Zubehör wie Ladegeräte und Kabel stellt eine massive, oft unsichtbare Gefahr dar. Die Flut unsicherer Elektronik aus dem Nicht-EU-Ausland wächst – und mit ihr das Risiko für Brände und Datenklau.
Brandgefahr und Datenlecks: Die versteckten Risiken
Die Gefahren sind vielfältig und real. Billig produzierte Ladegeräte und Powerbanks besitzen häufig keine ausreichenden Schutzschaltungen. Sie können überhitzen, in Flammen aufgehen und verheerende Wohnungsbrände auslösen. Besonders tückisch sind multifunktionale Ladegeräte, die zudem Funkstörungen verursachen können.
Doch die Bedrohung ist nicht nur physisch. Manipulierte USB-Kabel an öffentlichen Ladestationen können Smartphones mit Schadsoftware infizieren. Diese als “Juice Jacking” bekannte Methode ermöglicht Kriminellen den Zugriff auf Passwörter, Bankdaten und private Fotos. Experten raten deshalb: Nutzen Sie niemals fremde Kabel zum Laden.
Manipulierte Ladekabel und “Juice Jacking” sind kein Randproblem — mit einem fremden Kabel riskieren Sie im schlimmsten Fall Zugang zu Passwörtern und Bankdaten. Das kostenlose Android-Startpaket erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Smartphone sicher einrichten, fremde Kabel erkennen und Datenlecks verhindern; dazu gibt es einen leicht verständlichen E-Mail-Grundkurs. Ideal für alle Android-Nutzer, die sorgenfrei laden und ihre Daten schützen wollen. Android-Startpaket gratis anfordern
So erkennen Sie gefährliche Fälschungen
Für Verbraucher ist der Unterschied zwischen sicher und gefährlich oft schwer zu erkennen. Ein zentrales, aber oft gefälschtes Kennzeichen ist das CE-Logo. Es signalisiert die Einhaltung EU-weiter Sicherheitsstandards. Doch Vorsicht: Oft wird es durch das ähnliche “China Export”-Zeichen ersetzt, das keinerlei Garantie bietet.
Worauf sollten Sie achten?
* Ungewöhnlich niedriger Preis: Extreme Schnäppchen sind ein klassisches Warnsignal.
* Mangelhafte Kennzeichnung: Fehlen Herstellerangaben oder Modellnummer?
* Schlechte Verarbeitung: Wirkt das Plastik billig, sind die Kanten scharf oder passt der Stecker schlecht?
* Fehlende Anleitung: Seriöse Produkte liefern eine deutschsprachige Bedienungsanleitung.
Im Zweifelsfall hilft ein Blick ins europäische Schnellwarnsystem “Safety Gate”, wo unsichere Produkte gelistet werden.
Online-Handel stellt Zoll vor enorme Aufgabe
Der Zoll fungiert als Bollwerk gegen diese gefährlichen Importe. Beamte kontrollieren täglich tausende Postsendungen und Frachtcontainer. Die Dimension ist gewaltig: EU-weit werden jährlich Waren im Wert von mehreren Milliarden Euro aus dem Verkehr gezogen. Allein der deutsche Zoll stellte in einem vergangenen Jahr rund 8,6 Millionen gefälschte Produkte sicher.
Diese Zahlen zeigen den immensen Druck durch den boomenden Online-Handel. Verbraucherschützer fordern deshalb, dass auch Online-Marktplätze stärker in die Pflicht genommen werden müssen. Eine geplante Reform der EU-Zollunion soll die Behörden künftig mit schärferen Werkzeugen ausstatten, um gefährliche Lieferketten früher zu stoppen.


