Pleitewelle bei Unternehmen rollt weiter
12.01.2026 - 08:45:00 | dpa.deDie Zahl der bei den Amtsgerichten beantragten Regelinsolvenzen lag im Dezember 15,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt anhand vorlÀufiger Angaben berichtet. Im November hatte die Steigerung nur 5,7 Prozent betragen.
Die Verfahren flieĂen allerdings erst nach der ersten Entscheidung der zustĂ€ndigen Insolvenzgerichte in die Statistik ein. Der Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt demnach oft annĂ€hernd drei Monate davor. Angaben zum Gesamtjahr legte das Bundesamt nicht vor.
Forderungen geringer
FĂŒr den Oktober 2025 wurden 2.108 Unternehmensinsolvenzen gezĂ€hlt und damit 4,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Forderungen der GlĂ€ubiger beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro nach 3,8 Milliarden Euro im Oktober 2024. Besonders hĂ€ufig waren Unternehmen aus den Bereichen Verkehr, Gastgewerbe und Bau betroffen.
Nach Auswertungen des Leibniz-Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung Halle (IWH) ist die Zahl der Firmenpleiten 2025 auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Die Forscher bezifferten die Zahl vor einigen Tagen auf 17.604. Selbst im Zuge der Finanzkrise 2009 habe die Zahl rund fĂŒnf Prozent niedriger gelegen, hieĂ es. Als GrĂŒnde wurden Nachholeffekte aus der Corona-Zeit und die Zinspolitik genannt. Zudem schlage die schwierige wirtschaftliche Entwicklung zu Buche.
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