Pistorius, NĂ€he

Pistorius rĂŒgt NĂ€he Trumps zu Putin

24.02.2026 - 09:09:56 | dpa.de

Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine hat Verteidigungsminister Boris Pistorius dem US-PrÀsidenten Donald Trump eine Kumpanei mit Kremlchef Wladimir Putin vorgeworfen.

Trump habe den russischen PrĂ€sidenten beim Gipfeltreffen in Alaska "wie einen Kumpel" auf dem roten Teppich begrĂŒĂŸt und sich gleichzeitig komplett aus der militĂ€rischen UnterstĂŒtzung der Ukraine zurĂŒckgezogen, kritisierte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk.

Und leider habe der amerikanische PrĂ€sident auch sehr frĂŒh unnötigerweise eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine vom Verhandlungstisch genommen - "ohne Not", so Pistorius. "Das wĂ€re ja ein Pfund gewesen, mit dem man auch hĂ€tte verhandeln können, ĂŒber andere Dinge."

Scharf kritisierte Pistorius die russischen Luftangriffe mit Raketen und Drohnen auf ukrainische StÀdte. "Was dort jede Nacht passiert, hat ja mit der Eroberung eines Landes nichts zu tun. Hier wird die Zivilbevölkerung terrorisiert - bei minus 20 Grad. Und kein Quadratmeter Boden wird damit gewonnen, sondern die Moral der Ukrainer soll gebrochen und das Land zerstört werden."

Doch gebe es auch nach vier Jahren einen unglaublichen Durchhaltewillen und eine unglaubliche Courage, StÀrke und Moral der Bevölkerung. Und Umfragen zeigten, dass sie sogar steige.

Keine Entscheidung auf dem Gefechtsfeld

Pistorius sagte, inzwischen sei Deutschland grĂ¶ĂŸter UnterstĂŒtzer der Ukraine, mit mehr als elf Milliarden Euro allein in diesem Jahr. Zu einem möglichen Ende des Krieges sagte er, auf dem Gefechtsfeld werde es in absehbarer Zukunft wohl keine Entscheidung geben. FĂŒr die Verhandlungen sei es sehr wichtig, die UnterstĂŒtzung hochzuhalten, denn die wirtschaftliche Situation in Russland werde "zunehmend sichtbar schlechter". FĂŒr den Kreml mĂŒsse ein Punkt erreicht werden, an dem der Krieg langsam die schlechtere Option gegenĂŒber einem Frieden sei. "Das kann man aber nicht durch SchwĂ€che erreichen, sondern nur durch StĂ€rke."

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