Börsenbericht

Dax legt zum Wochenstart zu - Bayer krÀftig im Aufwind

24.11.2025 - 17:45:49 | dts-nachrichtenagentur.de

Zum Wochenstart hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.239 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Frankfurter Börse - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Frankfurter Börse - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Der Deutsche Aktienindex ist dank zurĂŒckkehrender Zinssenkungshoffnungen in den USA vorerst um einen Totalabsturz herumgekommen", sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets. "Als die 23.000er-Marke am Freitag krĂ€ftig wackelte, trat gerade noch rechtzeitig New-York-Fed-Chef John Williams vor die Mikrofone und sprach davon, dass man die Zinsen bald noch einmal senken könne. Ein Schelm, wer hier ZufĂ€lligkeit vermutet - ist doch die US-Notenbank bekannt dafĂŒr, Feuer am Aktienmarkt schnell zu löschen." "Die am Anleihemarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit fĂŒr eine dritte Zinssenkung in diesem Jahr sprang nach dem vorab veröffentlichten Redetext wieder auf 70 Prozent zurĂŒck, was zu einer Erleichterungsrally an der Wall Street fĂŒhrte. Der schnelle Stimmungsumschwung kam dann auch dem Dax zu Hilfe, der sich heute wieder etwas weiter von der entscheidenden 23.000er-Marke absetzen konnte. Die Tatsache, dass die Gewinne im Tagesverlauf allerdings wieder etwas abbröckelten, zeigt die fragile, technische Verfassung des Dax, was noch eine Weile fĂŒr hohe NervositĂ€t und Schwankungen in den Kursen sorgen dĂŒrfte." "Die Aktie von Bayer war heute zur Abwechslung mal der unangefochtene Spitzenreiter im Dax mit einem zweistelligen Plus auf ein neues Jahreshoch. Das Schlaganfall-Medikament Asundexian hat einen wichtigen Erfolg in der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie erzielt und das Zeug zu einem Blockbuster. Damit hĂ€lt die Serie positiver Nachrichten aus der Pharmasparte des Leverkusener an und sorgt fĂŒr eine Fortsetzung des AufwĂ€rtstrends, den die Aktie seit der Beendigung ihrer Talfahrt vor zwölf Monaten aufgenommen hat - das Plus betrĂ€gt seitdem mehr als 50 Prozent. Allerdings bedeutete der Monsanto-Albtraum zuvor eine fast 90-prozentige Kapitalvernichtung fĂŒr langjĂ€hrige AktionĂ€re, fĂŒr die die aktuelle Entwicklung nur wie der berĂŒhmte Tropfen auf den heißen Stein wirken dĂŒrfte." "Verlierer waren heute die RĂŒstungsaktien, nachdem die Hoffnungen auf einen Waffenstillstand in der Ukraine wieder zunehmen."

Allerdings gelte auch hier, dass man schon oft an diesem Punkt gewesen sei und der Friedensplan der Amerikaner derzeit noch fĂŒr mehr Verwirrung, UnverstĂ€ndnis und damit Diskussionen sorge. Diese sprĂ€chen fĂŒr einen immer noch langen Weg zum Frieden in dem nun schon fast vier Jahre dauernden Konflikt. "Da das Thema Verteidigung selbst im Erfolgsfall weit oben auf der Tagesordnung der kommenden Jahre stehen dĂŒrfte, spricht nicht wirklich viel fĂŒr ein Ende des Booms in den entsprechenden Aktien von Rheinmetall & Co", sagte Romar. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagnachmittag etwas stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1524 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8678 Euro zu haben. Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden fĂŒr eine Feinunze 4.098 US-Dollar gezahlt (+0,8 Prozent). Das entspricht einem Preis von 114,33 Euro pro Gramm. Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 62,81 US-Dollar, das waren 25 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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