Dax legt zu - frĂŒhsommerliche ZurĂŒckhaltung bleibt aber
22.06.2026 - 17:46:15 | dts-nachrichtenagentur.de"Noch sehen nur wenige Investoren GrĂŒnde, den Dax oberhalb der Marke von 25.000 Punkten zu kaufen", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Kurz vor der anstehenden Sommerpause und wichtigen Konjunktur- und Preisdaten in dieser Woche halten sich viele weiterhin an den Seitenlinien auf und ihr Pulver trocken. Auch wenn sich der Index am Nachmittag etwas von der Marke nach oben absetzen konnte, nachhaltig ist die Bewegung noch nicht. Die Indizes an der Wall Street sind bereits wieder ins Minus gedreht, was die Verteidigung der runden Marke im Dax erneut erschwert."
"Zudem schwebt das Damoklesschwert der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiter ĂŒber den Köpfen der Anleger. Das Hin und Her der vergangenen Wochen hat zu deutlichen ErmĂŒdungserscheinungen bei den Börsianern gefĂŒhrt. Ihnen fĂ€llt es immer schwerer, den Fokus auf dieses Thema zu richten. Der Themenkomplex bleibt verworren und wird von vielen Parametern beeinflusst. Auch wenn sich die USA mit dem Iran irgendwann einigen, kann es auf den zahlreichen NebenkriegsschauplĂ€tzen in der Nahostregion immer wieder und jederzeit zu neuen Eskalationen kommen."
"Diese UnwĂ€gbarkeit spiegelte sich zum Start in die neue Handelswoche auch im Dax wider. Die Anleger in Frankfurt achteten und achten auch weiterhin genau auf den Verlauf der Sitzung an der Wall Street. Dort kamen die Investoren feiertagsbedingt aus einem langen Wochenende zurĂŒck, und jetzt muss sich zeigen, ob und wie sich die Stimmung in New York seit Donnerstag verĂ€ndert hat", sagte Lipkow.
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagnachmittag etwas schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1440 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8741 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden fĂŒr eine Feinunze 4.186 US-Dollar gezahlt (+0,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 117,64 Euro pro Gramm.
Der Ălpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 77,41 US-Dollar, das waren 316 Cent oder 3,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
