Zwei Drittel gegen Zusammenlegen von BundeslÀndern
20.01.2026 - 06:06:56Das ergibt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern". Demnach sind 64 Prozent gegen eine Neugliederung der 16 LĂ€nder, 30 Prozent dafĂŒr und sechs Prozent Ă€uĂern sich nicht.
Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) hatte vergangene Woche gefordert, BundeslĂ€nder zu fusionieren, weil einige kleinere kaum noch lebensfĂ€hig seien und von Bayern und anderen finanziell unterstĂŒtzt werden mĂŒssten. GröĂere Einheiten seien erfolgreicher als kleine, daher brauche es "weniger BundeslĂ€nder, ganz einfach." Söder sagte auch auf Nachfrage nicht, welche er zusammenlegen wĂŒrde.
Auch in Bayern lehnen allerdings 67 Prozent der BĂŒrger eine Neugliederung ab, wie die Umfrage ergab. Ăhnlich sind die Ergebnisse in anderen bevölkerungsreichen LĂ€ndern - etwa in Nordrhein-Westfalen (61 Prozent) und Baden-WĂŒrttemberg (69 Prozent). Wenig ĂŒberraschend sind auch die Einwohner der kleineren BundeslĂ€nder mit unter vier Millionen Einwohnern zu 65 Prozent gegen Söders VorstoĂ. Auch zwischen West- und Ostdeutschland gibt es keinen Unterschied in der Beurteilung: 64 beziehungsweise 65 Prozent sind dagegen.
Im November hatte Söder gerĂŒgt, dass etwa das Land Berlin seit seinem Beitritt zum LĂ€nderfinanzausgleich 1995 ĂŒber 94 Milliarden Euro daraus erhalten und noch keinen Cent einbezahlt habe. Nur ganze vier LĂ€nder in Deutschland zahlten ĂŒberhaupt. "Bayern zahlt aber 60 Prozent im Alleingang", sagte er. Das Grundgesetz enthĂ€lt den Auftrag, in einem Finanzausgleich unter den LĂ€ndern sicherzustellen, dass die unterschiedliche Finanzkraft angemessen ausgeglichen wird.

