Mehr als 500.000 EintrÀge im digitalen Organspende-Register
18.03.2026 - 06:08:09 | dpa.deAktuell gibt es im Register rund 515.000 gĂŒltige ErklĂ€rungen, wie das Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte als Betreiber auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Dabei hĂ€tten 82,3 Prozent Organentnahmen nach ihrem Tod ohne EinschrĂ€nkungen zugestimmt. Einen Widerspruch hinterlegt hĂ€tten 8,5 Prozent.
Dass sie einzelne Organe von einer Spende ausschlieĂen, erklĂ€rten demnach 6,3 Prozent. Weitere 1,9 Prozent benannten eine Person, die die Entscheidung treffen soll. Eine Spende auf einzelne Organe beschrĂ€nken wollen 1,0 Prozent.
ErklÀrungen auf Papier weiter möglich
Das Portal www.organspende-register.de ist seit dem 18. MĂ€rz 2024 online. Dort kann man ab dem Alter von 16 Jahren digital dokumentieren, ob man zu einer Organspende nach dem Tod bereit ist oder nicht. Die Angaben sind freiwillig, kostenlos und können jederzeit geĂ€ndert und gelöscht werden. ErklĂ€rungen auf Papier, etwa Organspendeausweise, sind weiterhin möglich. Berechtigte Ărzte, Ărztinnen und Transplantationsbeauftragte in Kliniken können im Register unter bestimmten Voraussetzungen AuskĂŒnfte zu potenziellen Spendern abfragen.
Nach einem Jahr hatten sich rund 280.000 Menschen im Register eingetragen. Machen kann man das auf dem Portal per Smartphone oder Computer, indem man einen Ausweis mit Online-Funktion verwendet. Generell möglich ist es auĂerdem ĂŒber Apps von Krankenkassen, wofĂŒr zuvor eine digitale IdentitĂ€t ("GesundheitsID") bei der Kasse beantragt werden muss.
Eintragemöglichkeit in Ămtern soll nicht kommen
Das Register ist Kern eines 2020 vom Bundestag beschlossenen Gesetzes, das auf mehr Information und eine leichtere Dokumentation von Entscheidungen zur Spendebereitschaft zielte. Die ebenfalls im Gesetz enthaltene Vorgabe, dass es in amtlichen Ausweisstellen Terminals zum Eintragen ins Online-Register geben muss, wurde bisher nicht umgesetzt. Das Bundesgesundheitsministerium will die Vorgabe nun mit einer GesetzesÀnderung auf Bitten der LÀnder streichen.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

