Nato-GeneralsekretÀr berÀt mit Polen zu Drohnenalarm
10.09.2025 - 09:17:38Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte stehe in Kontakt mit der polnischen FĂŒhrung und berate sich eng mit dem Land, teilte Sprecherin Allison Hart mit. Sie bestĂ€tigte, dass bei der Abwehr der Drohnen neben polnischen auch Nato-LuftverteidigungskrĂ€fte zum Einsatz kamen. Nach Angaben von Regierungschef Donald Tusk handelte es sich um Drohnen aus Russland.
Der Vorfall wird nach Angaben der Sprecherin auch an diesem Vormittag bei einer ohnehin geplanten Sitzung der stĂ€ndigen Vertreter der Nato-Staaten in BrĂŒssel thematisiert werden.
Theoretisch könnte Polen wegen des Eindringens der Drohnen zum Beispiel ein Verfahren nach Artikel 4 des Nato-Vertrags beantragen. Er sieht Beratungen vor, wenn sich ein Nato-Staat von auĂen gefĂ€hrdet sieht. Konkret heiĂt es darin: "Die Parteien werden einander konsultieren, wenn nach Auffassung einer von ihnen die Unversehrtheit des Gebiets, die politische UnabhĂ€ngigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist." Der Artikel wurde seit GrĂŒndung des BĂŒndnisses 1949 sieben Mal in Anspruch genommen - zuletzt am 24. Februar, dem Tag des russischen Ăberfalls auf die Ukraine. Beantragt wurde das damals von Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, RumĂ€nien, Tschechien und der Slowakei.
Dass Polen nach Artikel 5 um militĂ€rische UnterstĂŒtzung der Allianz bittet, gilt vorerst als sehr unwahrscheinlich - auch weil dies ein erhebliches Eskalationsrisiko bergen wĂŒrde.

