2020 Bulkers plant Übernahme von AHTS AS und bis zu 15 Ankerziehschiffen
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 16:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit einer Absichtserklärung leitet 2020 Bulkers einen Strategiewechsel ein. Das Unternehmen plant die Übernahme der Gesellschaft AHTS AS sowie einer Flotte von bis zu 15 großen Ankerziehschiffen.
Für den Erwerb der Offshore-Einheiten ist ein Kaufpreis von 406 Millionen US-Dollar vorgesehen. Das gesamte Finanzierungspaket beläuft sich auf 485 Millionen US-Dollar, wovon 160 Millionen US-Dollar über Bankfazilitäten abgedeckt werden sollen.
Die Transaktion markiert den Einstieg in ein neues Marktsegment. Nachdem die Reederei ihre ursprüngliche Flotte von sechs Newcastlemax-Massengutfrachtern im Frühjahr abgegeben hatte, verblieben rund 4 Millionen US-Dollar Liquidität im Unternehmen.
Mit dem vereinbarten Zukauf vollzieht die Gesellschaft den Wandel vom Schüttguttransporteur zum Betreiber im Offshore-Markt. Im Zuge der Neuausrichtung ist auch die Umbenennung des Unternehmens in „AHTS“ vorgesehen.
Flottenaufbau
Die Zielstruktur umfasst mehrere bestehende Eignergesellschaften. AHTS AS besitzt gegenwärtig sieben Schiffe und hält Kaufverträge für drei weitere Einheiten. Zusätzliche Zielgesellschaften bringen drei Schiffe sowie zwei Kaufverträge ein, wodurch die Flotte nach Vollzug bis zu 15 Schiffe zählen soll. Medienberichten zufolge erfolgt die Beschaffung zu einem geschätzten Preisabschlag von etwa 40 Prozent im Vergleich zu den aktuellen Neubaupreisen.
Seit 2018 wurde weltweit lediglich ein einziges großes Schiff dieses Typs gebaut, während der bestehende Bestand zunehmend altert.
Die Wiederaufnahme von Explorationsbohrungen und die Erschließung neuer Offshore-Becken gehen mit der Nachfrage nach derartigen Arbeitsschiffen einher. Die operative Führung von AHTS AS übernimmt Tom Babinski als CEO.
Aktionäre entscheiden Ende September
Für die Umsetzung des Vorhabens ist eine Eigenkapitalerhöhung erforderlich. Als Joint Bookrunner für die Platzierung fungieren Arctic Securities AS, Clarksons Securities AS, DNB Carnegie, Fearnley Securities AS sowie Pareto Securities AS.
Das Geschäftsmodell zielt auf eine Ausschüttung an die Anteilseigner ab. Bei den aktuellen Marktpreisen wird eine implizite Free-Cashflow-Rendite von rund 20 Prozent erwartet. Das Management beabsichtigt, den Großteil des freien Cashflows nach Bedienung des Schuldendienstes auf vierteljährlicher Basis an die Investoren auszuschütten.
Über die geplante Akquisition sowie die begleitende Kapitalerhöhung stimmen die Anteilseigner auf einer außerordentlichen Hauptversammlung ab.
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