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ABB Aktie: Mehrheit an Mitsubishi-Sparte vereinbart

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 06:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neun Experten empfehlen ABB zum Halten; der vereinbarte Erwerb einer Mitsubishi-Mehrheit wartet noch auf Genehmigungen.
ABB, Aktie, Mitsubishi-Sparte, Experten, Halten;, Erwerb, Mitsubishi-Mehrheit, Genehmigungen Illustration mit AI erstellt.

Die Analysten sehen bei ABB derzeit keinen Anlass für eine Kaufempfehlung. In einer gestern veröffentlichten Monatsübersicht stehen sämtliche neun erfassten Experten auf „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 80,56 CHF. Gleichzeitig bereitet ABB den Einstieg in das Niederspannungsverteilungsgeschäft von Mitsubishi Electric vor. Für Anleger stehen damit eine zurückhaltende Bewertung und ein konkreter Expansionsschritt nebeneinander.

Kursziele zeigen unterschiedliche Erwartungen

Der über sechs Monate erfasste Rating-Trend lautet ebenfalls „Halten“. Die einheitliche Empfehlung verdeckt allerdings Unterschiede bei den Kurszielen. Das gemeinsame Anlageurteil bedeutet also nicht, dass die Experten den Wert der Aktie gleich einschätzen.

Goldman Sachs nennt seit Freitag ein Kursziel von 79 CHF. UBS setzte die Zielmarke am 13. Oktober auf 88 CHF. Beide Einschätzungen gehören zur Gruppe der neutralen Bewertungen.

Die Oktober-Bilanz liefert damit vor allem ein Signal der Zurückhaltung. Aus den unterschiedlichen Zielmarken lässt sich keine einheitliche Überzeugung für einen Einstieg ableiten. Ebenso wenig entspricht die neutrale Einstufung einer Verkaufsempfehlung.

Mehrheit an Mitsubishi-Geschäft vereinbart

Operativ setzt ABB unterdessen auf eine Übernahme. Medienberichten zufolge vereinbarte das Unternehmen am 20. Oktober den Erwerb einer Mehrheit an einem ausgegliederten Geschäft von Mitsubishi Electric. Gegenstand ist die Niederspannungsverteilung.

ABB soll für einen Anteil von 51 % insgesamt 79 Milliarden Yen zahlen. Mitsubishi Electric behält 49 %. Damit würde ABB die Mehrheit übernehmen, während der bisherige Eigentümer beteiligt bliebe.

Die Vereinbarung umfasst außerdem die vollständige Übernahme der zugehörigen Vertriebsaktivitäten außerhalb Japans. Zum Geschäft gehören Werke in Fukuyama und Hanoi. Der geplante Einstieg beschränkt sich somit nicht auf eine Beteiligung, sondern schließt auch internationale Vertriebsaktivitäten ein.

Das Geschäft beschäftigt rund 2.800 Menschen. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte es einen Nettoumsatz von rund 102 Milliarden Yen. Die EBITDA-Marge lag im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Diese Angaben beschreiben den Umfang des Übernahmeobjekts. Für die Einordnung ist zugleich entscheidend, dass ABB bislang eine Vereinbarung geschlossen hat: Der Vollzug steht noch aus.

Abschluss erst im kommenden Jahr erwartet

Der Abschluss wird vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen im zweiten Halbjahr 2027 erwartet. ABB besitzt zudem eine Option auf eine mittelfristige vollständige Übernahme.

Damit bleibt die Transaktion zunächst ein Vorhaben mit ausstehenden Genehmigungen. Die Analystenbilanz für Oktober ist dagegen bereits eindeutig: Trotz unterschiedlicher Kursziele dominiert bei ABB das Halten-Urteil. Der vereinbarte Ausbau des Geschäfts geht bislang nicht mit einer breiten Kaufempfehlung einher.

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