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ABB Aktie: Robotik-Verkauf an anderen Käufer erwogen

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 22:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach Chinas Veto erwägt ABB einen anderen Käufer oder einen Börsengang; eine Entscheidung über die Zukunft der Robotiksparte steht aus.
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ABB hält sich beim blockierten Verkauf seiner Robotiksparte mehrere Wege offen. Wie Reuters heute unter Berufung auf Bloomberg berichtet, erwägt das Unternehmen auch einen anderen Käufer. Daneben steht eine Rückkehr zu früheren Börsenplänen im Raum. Für Anleger hängt der wirtschaftliche Ausgang damit davon ab, welche Transaktionsstruktur genehmigungsfähig ist und welchen Erlös ABB erzielen kann.

Anderer Käufer oder Börsengang

Für einen Verkauf an einen anderen Käufer nennt der Bericht eine mögliche Bewertung von 2–3 Mrd. US-Dollar. Die Gespräche über eine Rettung der SoftBank-Transaktion befinden sich allerdings in einem frühen Stadium und könnten scheitern. Eine verbindliche Ersatzlösung zeichnet sich damit bislang nicht ab.

Ein alternativer Käufer würde ABB einen weiteren Verkaufsweg eröffnen, sofern sich ein genehmigungsfähiges Angebot finden lässt. Ein Börsengang wäre dagegen eine andere Form der Trennung vom Robotikgeschäft. Als mögliche Börsenplätze waren die Schweiz und Schweden erwogen worden. Beide Optionen werden geprüft; eine Entscheidung ist nicht angekündigt.

Der vereinbarte Verkauf an SoftBank hat einen Wert von rund 5,4 Mrd. US-Dollar. ABB hatte den Abschluss bis Ende 2026 erwartet. Nach dem chinesischen Veto führen die Unternehmen ihre Gespräche fort, ohne neue Bedingungen oder einen neuen Abschlusstermin zu nennen.

China bestimmt die Lösungsfindung

China ist laut Reuters ABBs größter Robotikmarkt und steht für etwa 30 % des Robotikgeschäfts. Damit betrifft die regulatorische Hürde einen wesentlichen Teil der Sparte. Eine Lösung muss diesen Markt berücksichtigen, sofern der übrige Verkauf an SoftBank erhalten bleiben soll.

Zum diskutierten Rettungsansatz gehört eine separate Eigentümerschaft für das chinesische Robotikgeschäft. Sie könnte Bedenken hinsichtlich industrieller Technologien und Daten begegnen. ABB lehnte einen Kommentar zum Bericht ab; SoftBank antwortete nicht auf eine Anfrage.

Die Bedeutung der Sparte lässt sich an ihren Geschäftszahlen ablesen: Sie erzielte 2024 einen Umsatz von 2,3 Mrd. US-Dollar und stellte etwa 7 % des Konzernumsatzes.

Finanzierungsspielraum hängt am Ausgang

Für ABB reicht die Bedeutung der Transaktion über die künftige Aufstellung des Robotikgeschäfts hinaus. Ein erfolgreicher Verkauf würde die finanzielle Grundlage für weitere Übernahmen stärken, sofern der erwartete Mittelzufluss zustande kommt.

Citigroup-Analyst Martin Wilkie schätzt, dass die Blockade ABBs verfügbaren Übernahmespielraum auf etwa 5 Mrd. US-Dollar halbieren könnte. Entscheidend sind deshalb die Konditionen einer tragfähigen Lösung. Für ABB spricht die Auswahl mehrerer geprüfter Wege; deren Nutzen für Aktionäre hängt jedoch von Genehmigungen, Erlös und Umsetzung ab.

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